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Wir stellen Ihnen die Vitamine vor: Wo sie vorkommen, was sie bewirken, welche Folgen eine mangelhafte Versorgung hat und viele weitere wichtige Informationen.

  • Was sind Vitamine? Die Grundlagen
  • Vitaminmangel: Wann entsteht er und was kann man dagegen tun?
  • Vitamin-Tabelle: Alle Vitamine in der Übersicht. Wo kommen sie vor, wofür brauchen wir sie und welches sind die Zeichen eines Mangels?
  • Vitamin C: Ein Star unter den Vitaminen

Was sind Vitamine?

Vitamine sind lebensnotwendige ("Vita-"), stickstoffhaltige ("-amin") Nahrungsbestandteile, deren Nichtzufuhr Mangelerscheinungen auslöst. Sie sind für den reibungslosen Ablauf chemischer Prozesse in unserem Körper notwendig. Sie bestimmen unsere Vitalität und unser allgemeines Wohlbefinden, fördern das Wachstum und den Zellaufbau und stärken zudem das körpereigene Abwehrsystem.

Wissenswertes

Der menschliche Körper kann Vitamine nicht selbst aufbauen (Ausnahme: Vitamin D) und viele auch nicht speichern. Deshalb muss man sie in kleinen Dosen regelmäßig mit der Nahrung aufnehmen. Denn bereits ein Mangel nur eines Vitamins im Körper kann zu erheblichen Störungen führen. 

Vitamine werden in der Regel nicht mit ihrem chemischen Namen bezeichnet, sondern mit Nummern und Buchstaben versehen: Vitamin A, Vitamin C, Vitamin B1, Vitamin B6 usw. Man geht davon aus, dass alle in der Natur vorkommenden Vitamine bekannt sind. Wissenschaftler vermuten jedoch, dass in bestimmten Lebensmitteln vitaminähnliche Stoffe vorkommen, die ähnlich positive Wirkungen wie Vitamine auf unseren Organismus haben.

Vitaminmangel

Da der menschliche Körper die meisten Vitamine weder selbst produzieren, noch über längere Zeiten speichern kann, ist eine ausreichende Versorgung besonders wichtig. Eine solche Versorgung ist in der Regel über eine ausgewogene Ernährung gewährleistet, da sich die wichtigsten Vitamine in fast allen Lebensmitteln finden. 

Doch gerade im Alter, während der Schwangerschaft, bei Rauchern oder nach schweren Krankheiten kann sich der Vitaminbedarf des Körpers erhöhen oder auch die Fähigkeit des Organismus vermindern, die benötigten Mengen an Vitaminen aus den Nahrungsmitteln "herauszuziehen". Einem derartigen Vitaminmangel und den daraus resultierenden Mangelerscheinungen kann durch Vitaminpräparate vorgebeugt werden.

Vitamin-Tabelle

Vitamin Wichtige Nahrungsquellen Benötigt für Mögliche Mangelerscheinungen
Vitamin A
/ Beta-Carotin
Milchprodukten, Eigelb, Fisch, Leber, Lebertran Sehkraft, Wachstum, Schutz der Haut, Infektionsschutz Nachtblindheit, trockene Haut, Wachstumsstörungen
Vitamin B1 Getreidekörner, Gemüse, Kartoffeln, Leber Nervensystem, Muskeln Muskelschwäche, Herz-Kreislauf-System
Vitamin B2 Getreidekörner, Gemüse, Milch, Eier Sehkraft, Energiegewinnung Wachstumsstörungen, Augenschädigungen
Vitamin B6 Vollkornprodukte, Eier, Nüsse Stoffwechsel, Nervensystem Wachstumsstörungen, Nervosität
Vitamin B12 Leber, Fisch, Eier, Milch, Käse,
den meisten tierischen Produkten
Blutbildung, Regeneration der Schleimhäute, Nervensystem Blutarmut, Psychosen, Schleimhauterkrankungen
Vitamin C Zitrusfrüchten, grünem Gemüse,
Kohlgemüse Tomaten, Kartoffeln
Stärkung das Immunsystem, wirkt antioxidativ Skorbut, geringere Infektionsabwehr, Knochen- und Gelenkveränderungen
Vitamin E Getreidekeime, Pflanzenöle, Mais, Erdnüsse Schutz der Zellmembranen, Hormonproduktion, Nervensystem, Muskulatur Verspannungen, Hautprobleme
Folsäure Getreidekeime, Grünes Gemüse, Rinderleber Zellwachstum, Stoffwechsel Blutarmut, Abwehrschwäche
Biotin Innereien, Karotten, Haferflocken Energiegewinnung, Haut, Haare, Fingernägel Haarausfall, Hautveränderungen, Schleimhauterkrankungen
Pantothensäure Hülsenfrüchte, Getreide, Leber, Niere, Hirn Hormonaufbau, Haut, Fingernägel Kopfschmerzen, Müdigkeit, Reizbarkeit
Nicotinamid Fleisch, Fisch, Kartoffeln Energiegewinnung, Haut Kopfschmerzen, Müdigkeit, Hautveränderungen


Vitamin C: Ein Star unter den Vitaminen

Neben seiner abwehrstärkenden Wirkung wird vermutet, dass Vitamin C auch der Entstehung von Tumorerkrankungen und Arteriosklerose teilweise vorbeugen kann. Denn Vitamin C kann schädliche Sauerstoffradikale abfangen, die vermutlich an der Entstehung von Tumoren beteiligt sind. 

Vitamin C ist, wie die meisten anderen Vitamine auch, empfindlich gegen Hitze und verliert bei langen Lagerungszeiten seine positive Wirkung.