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Bei Arbeit, Sport und Spiel - Wie Sie Ihre Augen schützen können

Sobald Sie morgens mit dem ersten Lichtstrahl Ihre Augen öffnen, beginnt für diese die Arbeit. Feierabend haben Ihre Augen erst dann, wenn in Ihrem Schlafzimmer das letzte Licht gelöscht ist und Sie Ihre Augen schließen. 

Zwischen dem Aufwachen und dem Einschlafen vergehen in der Regel 16 bis 18 Stunden. In dieser Zeit leisten Ihre Augen Höchstarbeit - vor dem Bildschirm, im Flugzeug, beim Autofahren, im Chlorwasser, am Strand, in den Bergen. 

Wie Sie Ihre Augen vor Überanstrengung und Stress schützen können, woran Sie merken, dass Ihre Augen eine Pause brauchen und wie Sie Augenverletzungen vermeiden können, erfahren Sie hier.

Schutz - Reise

Lange Flüge - Eine Gefahr für Ihre Augen?

Die Deutschen sind ein ausgesprochen reiselustiges Volk. Beinahe 70 Prozent aller von einem deutschen Flughafen startenden Flüge gehen ins Ausland. Ob zum Aktivurlaub in die Berge oder zum Badeurlaub an die See - viele Reisen beginnen am Flughafen. Fliegen ist bequem und spart viel Zeit, birgt aber auch gesundheitliche Gefahren. Vor allem die Augen leiden unter der übernatürlich trockenen Luft an Bord.

Ohne einen künstlich herbeigeführten Luftdruckausgleich und die Zufuhr von sauerstoffhaltiger Frischluft könnte der Mensch in einer Flughöhe von 10.000 Metern nicht überleben.

In den Kabinen herrscht deshalb konstant ein Luftdruck wie er in etwa 2.400 Höhenmetern vorkommt. In 2.400 Metern Höhe ist die Luftfeuchtigkeit aber viel geringer als auf der Erde. Während der Mensch an 40 bis 70 Prozent Luftfeuchtigkeit gewöhnt ist, beträgt die Luftfeuchtigkeit an Bord eines Flugzeugs knapp 10 Prozent.

Das ist ein merklicher Unterschied. Die Konsequenz: Die extrem trockene Luft beschleunigt die Austrocknung der Augen, und lässt Sie brennen und gerötet erscheinen.

Eine Bahnfahrt, die ist lustig

Nicht jeder Reisende wählt das Flugzeug für einen Urlaubstrip. Vor allem Kurzurlauber nehmen statt dessen lieber die Bahn oder das eigene Auto. Aber auch hier kann es zu Problemen mit den Augen kommen, denn viele Autos verfügen mittlerweile über eine Klimaanlage. Auch in neuen Zügen gehört die Klimaanlage zum guten Ton. Und wer über diesen Komfort nicht verfügt, dreht einfach das Gebläse hoch oder reißt die Fenster auf. Welche Variante man auch immer wählt, gesund für die Augen ist keine, denn zirkulierende und trockene Luft verursacht trockene, gerötete Augen, die nach einiger Zeit zu brennen und zu schmerzen anfangen können.

Was Ihren Augen zu schaffen macht

Bei stark zirkulierender Luft und verminderter Luftfeuchtigkeit trocknen die Augen schneller aus. Das gilt vor allem für klimatisierte Verkehrsmittel im Sommer. Im Winter wird oftmals zu sehr geheizt und zu wenig gelüftet. Sowohl Zugluft als auch überhitzte Luft schädigen die Augen.

In Flugzeugen wird nicht konstant frische Luft in die Kabinen geleitet, sondern nur alle 3 bis 12 Minuten. Der verminderte Sauerstoffanteil in der Luft ist ein idealer Nährboden für Bakterien und Viren. Da die Augen aufgrund der geringen Luftfeuchtigkeit schon sehr trocken sind, haben Keime leichtes Spiel. Der verminderte Tränenfilm kann die Augen nicht ausreichend gegen Krankheitserreger schützen.

1 Nicht nur Chlorwasser sondern auch salziges Meerwasser kann die Augen reizen und Rötungen verursachen
2 Es können Verblitzungen auftreten, wenn am Wasser oder - insbesondere bei Schnee in den Bergen - keine Sonnen- oder Schutzbrille getragen wird.

Da bleibt kein Auge trocken - So schützen Sie Ihre Augen

Nehmen Sie vor allem bei Langstreckenflügen ins Ausland viel nicht-alkoholische Flüssigkeit zu sich (am besten Wasser). Dies beugt der Austrocknung der Augen vor. Oft hilft zusätzlich eine künstliche Tränenflüssigkeit in Form von Augentropfen oder Augengelen, die Ihnen Ihr Augenarzt empfehlen kann. Es kommt bei der Auswahl des Präparates immer auf die individuellen Bedürfnisse an.

Schließen Sie ruhig mal die Augen für einige Minuten. Das stabilisiert den Tränenfilm auf den Augen und hält Krankheitserreger von Ihren Augen fern.

Eine hochwertige Sonnen- bzw. Schutzbrille sollte immer mit im Reisegepäck sein. Eine Sonnenbrille, die nicht das CE-Zeichen führt, ist gefährlich, weil für UV-Strahlen durchlässig. Lassen Sie sich daher auf jeden Fall von einem qualifizierten Optiker beraten, bevor Sie viel Geld für eine schlechte Sonnenbrille ausgeben, die weder das Austrocknen Ihrer Augen noch Verblitzungen verhindern kann.

Ob Schutz- oder Sonnenbrille - gewährleisten Sie, dass die Brille gut sitzt, nicht wackelt oder drückt. Normalerweise kann der Sitz einer Brille bei jedem Optiker kostenlos überprüft und gegebenenfalls angepasst werden.

Sonnenbrand an den Augen

Nicht nur die verminderte Luftfeuchtigkeit in verschiedensten Verkehrsmitteln führt zu Augenreizungen. Auch andere Faktoren beeinflussen das Wohlbefinden unserer Augen: An veränderte Lichtverhältnisse müssen sich die Augen erst gewöhnen. Sowohl extrem helle Lichtverhältnisse als auch die höhere Reflexion der UV-Strahlen durch Wasser, Schnee oder in höheren Gefilden fördern die Verblitzung der Augen. Die Schäden treten - ähnlich wie bei einem Sonnenbrand auf der Haut - erst nach einigen Stunden auf. Außerdem sieht man das ultraviolette Licht nicht und ist sich nicht immer der Gefahr bewusst. Schäden können sein: Bindehautentzündung, Schneeblindheit (Verblitzung), Hornhauttrübungen und auch Schädigungen direkt an der Netzhaut. Langzeitbelastungen des Auges durch ultraviolettes Licht können sogar zum Grauen Star (Trübung der Augenlinse) führen, sowie die Entwicklung einer Makuladegeneration begünstigen.

Die Ozonschicht schützt die Augen vor UV-Strahlung

Die Ozonschicht filtert einen Teil der UV-Strahlung. Je dünner die Ozonschicht wird, desto höher wird das Gefahrenpotenzial für die Augen. Da die UV-Strahlung an der Erdoberfläche reflektiert wird, hängt der Grad der Reflexion sehr stark von der Umgebung ab. Leider wissen viele Reisende dies nicht und riskieren Gesundheitsschäden durch mangelhafte Vorbeugung und eine schlechte Ausrüstung (Sonnencreme und -brille).

Wussten Sie, dass hellfarbiger Sand ungefähr 15 Prozent der UV-Strahlung reflektiert und Wasser mindestens 5 Prozent? Schnee reflektiert sogar bis zu 85 Prozent der schädlichen Strahlung. Egal welches Urlaubsziel Sie wählen: Auf eine gute Ausrüstung sollten Sie nicht verzichten.

Schutz - Sport

Sind Ihre Augen ausreichend geschützt?

Sport macht Spaß, hält jung und fit. Dagegen ist nichts einzuwenden - solange man seinen Körper ausreichend schützt. Dies gilt für jede Sportart. Ob beim Bergsteigen, Drachenfliegen, Golfen, Skifahren, Windsurfing oder im Fitness-Studio: wer mit seinem Fitness- und Wellnessprogramm übertreibt, fügt seiner Gesundheit Schaden zu.

Vor allem der Augenschutz wird von vielen Sportlern vergessen. Nicht nur, weil sie als Normalsichtige im Alltag keine Brille brauchen, sondern auch, weil sie sich der Gefahren nicht bewusst sind. Und schließlich kann eine Brille auch sehr störend sein und ihrerseits Verletzungen verursachen.

Radfahren - Des Deutschen liebste Sportart

Nach neuesten Erkenntnissen ist das Fahrrad das in Deutschland am meisten verwendete Sportgerät. Weit über 50 Prozent aller Deutschen holen es mindestens einmal pro Monat für eine Spazierfahrt oder einen Ausflug aus der Garage. Immerhin jeder zweite Bundesbürger gibt als beliebteste Sportart das Schwimmen an. Das Wandern erreicht Platz drei. Gesund sind diese Sportarten alle mal, denn sie stärken nicht nur das Immunsystem und das Herz-Kreislauf-System. Sie hemmen auch den Alterungsprozess und helfen Stress abzubauen. Allerdings bergen sie auch Gefahren für die Augen, wenn diese nicht geschützt sind.

Wenn die Augen baden gehen

Wer gerne im Meer- oder Chlorwasser taucht und dabei seine Augen offen hält, verliert zwar sein Ziel nie aus den Augen, kann aber Probleme bekommen. Diese äußern sich ähnlich, wie bei einem zu trockenen Auge. Es entsteht ein sehr unangenehmer Druck, ein verstärktes Fremdkörpergefühl sowie gerötete Augen. Letztere kommen daher, weil die mit Blutgefäßen versehene Bindehaut Alarm schlägt.

Wo lauern Gefahren für die Augen?

1 Bei Wind oder vermehrter Zugluft trocknen die Augen schneller aus.
2 Auch in klimatisierten und überheizten Fitness-Studios kommt es oftmals zu trockenen, gereizten Augen, wenn nicht ausreichend gelüftet wird.
3 Fremdkörper, wie beispielsweise Insekten, Sand- oder Staubkörner können das Auge verletzen.
4 Chlor- und salziges Meerwasser können das Auge reizen und Rötungen verursachen.
5 "Verirrte" Bälle - vor allem Tennis-, Squash- und Tischtennisbälle - können im wahrsten Sinne des Wortes "ins Auge gehen". Die Folge sind Prellungen und Schlagverletzungen.
6 Es können Verblitzungen auftreten, wenn am Wasser oder - insbesondere bei Schnee in den Bergen - keine Sonnen- oder Schutzbrille getragen wird.

So schützen Sie Ihre Augen

1 Fehlsichtige sollten nach Möglichkeit eine Brille mit Kunststoffgläsern tragen, weil diese wesentlich bruchfester als andere Gläser sind. Idealerweise tragen Sportler Kontaktlinsen, weil diese bequemer und risikoloser sind. Für Wassersportler gibt es extra große Kontaktlinsen, damit diese nicht herausgespült werden können. Es ist auch eine Kombination aus Kontaktlinsen und Schutzbrille möglich.
2 Normalsichtige benötigen eine Spezial- bzw. Schutzbrille, wann immer es geht. Unter Umständen sollte eine so genannte Gletscher-Brille angeschafft werden (z. B. beim Skifahren, Eisklettern oder Snowboarden). Diese schützt Ihr Auge nicht nur vor Fremdkörpern, sondern auch vor einer Verblitzung, wie sie durch die hohe UV- und Reflexionskraft von Schnee und Wasser entstehen kann.
3 Eine zusätzliche Sonnenbrille empfiehlt sich bei Sportarten wie z. B. dem Radfahren, Windsurfen, Inlineskaten oder Drachenfliegen. Auf diese Weise haben weder lästige Insekten noch gefährliche UV-Strahlen eine Chance. Auch ein Austrocknen der Augen wird vermieden.
4 Beim Tauchen kommt es auf die richtige Tauchmaske an. Sie muss einen Nasenerker haben, der einen Luftraum vor den Augen schafft. Auf diese Weise wird ein Druckausgleich gewährleistet. Beim Tauchen sollten keine Chlor- bzw. Schwimmbrillen getragen werden. In diesen Brillen ist kein Druckausgleich möglich, da sie direkt vor den Augen sitzen. Durch den höheren Druck unter Wasser kommt es zu einem Unterdruck in der Brille. Die Verletzungsgefahr für das Auge ist so groß, dass es sogar zur Ablösung der Netzhaut kommen kann.
5 Ob Schutz- oder Sonnenbrille - gewährleisten Sie, dass die Brille gut sitzt, nicht wackelt und nicht drückt. Normalerweise kann der Sitz einer Brille bei jedem Optiker kostenlos überprüft und gegebenenfalls angepasst werden.
6 Sollte eine Schutzbrille gegen das Austrocknen der Augen nicht ausreichen, hilft nur eine künstliche Tränenflüssigkeit, die in der Apotheke rezeptfrei erhältlich ist. Lassen Sie sich vorher von Ihrem Augenarzt beraten.

Schutz - Verkehr

Gefahren im Straßenverkehr

Unsere Augen werden beim Autofahren besonders stark gefordert. Deshalb ist eine optimale Sehkraft die beste Voraussetzung für ein gutes Reaktionsvermögen. Bereits eine Abweichung von 0,75 Dioptrien ist im Straßenverkehr nicht mehr vertretbar. Ihr Augenarzt kann leicht feststellen, ob Ihre Augen gut in Form sind. Mit der richtigen Brille oder den richtigen Kontaktlinsen kann eine Sehschwäche korrigiert werden.

Nicht nur als Autofahrer spielt das Augenlicht eine ganz besondere Rolle. Auch wenn Sie Fußgänger oder Radfahrer sind, ist gutes Sehen lebenswichtig. Besonders ältere Menschen sind durch schlechtes Sehen im Straßenverkehr gefährdet bzw. gefährden selbst den Straßenverkehr. Oft bemerkt man das Nachlassen der Sehkraft nicht bewusst, da dieser Prozess sehr langsam vor sich geht.

Sie sollten sofort ihren Augenarzt aufsuchen, wenn Sie folgende Veränderungen feststellen:

1 Sie fühlen sich unsicher, wenn Sie bei Dämmerung oder Regen fahren.
2 Ihre Sehkraft ist bei Nachtfahrten extrem eingeschränkt.
3 Sie ertappen sich dabei, dass Sie die Augen zusammenkneifen, weil Sie auf weite Entfernung nicht gut sehen.
4 Sie haben das Gefühl, dass sich Ihr Gesichtsfeld verändert. Manchmal meinen Sie, durch einen Tunnel zu blicken.

Cabrio-Fahren - Das kann ins Auge gehen

Sie sollten darauf achten, dass Sie Ihre Augen beim Autofahren nicht zusätzlichen Belastungen aussetzen. Richten Sie das Gebläse im Auto nicht direkt auf das Gesicht, damit Ihre Augen keinen Zug bekommen. Vor allem der starke Fahrtwind beim Cabrio-Fahren bringt die Augen leicht zum Tränen. Außerdem besteht die Gefahr, dass Fremdkörper ins Auge gelangen und es unter Umständen verletzen. Daher sollten Sie Ihre Augen schützen - beispielsweise durch eine Sonnenbrille.

Sehbehinderte im Verkehr - der weiße Stock

Für blinde und sehbehinderte Menschen ist der weiße Stock - auch Langstock genannt - das wichtigste Hilfsmittel für Mobilität und Selbstständigkeit. Ohne ihn fällt eine sichere Orientierung und Fortbewegung im Straßenverkehr schwer. Zudem ist ein Verzicht auf den weißen Stock für Nicht-Sehende wie Sehende in gleichem Maße lebensgefährlich. Nicht-Sehenden dient der weiße Stock als verlängerter Arm. Sehenden signalisiert er "Achtung, diese Person kann mich nicht sehen!"

Laut Paragraph 2 der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) gilt übrigens: "Wer sich infolge körperlicher oder geistiger Mängel nicht sicher im Verkehr bewegen kann, darf am Verkehr nur teilnehmen, wenn Vorsorge getroffen ist, dass er andere nicht gefährdet. "Ein Verzicht auf den weißen Stock kann deshalb im Schadensfall enorme Probleme mit der Versicherung nach sich ziehen.

Schutz-Arbeit / PC

Schwerstarbeit für die Augen

Lesen. Eingeben. Kontrollieren. Das sind die drei wichtigsten Schritte, die jeder bei der Arbeit am Computer ständig vollzieht.

Bis zu 30.000-mal wechselt der Blick während eines 6-stündigen Arbeitstages zwischen einer Textvorlage, der Tastatur und dem Monitor hin und her. Dabei müssen nicht nur die unterschiedlichen Entfernungen bewältigt werden. Die Augen müssen sich auch laufend den verschiedenen Helligkeits- und Kontraststufen anpassen. Das ist Schwerstarbeit und kostet Kraft.

Sind Ihre Augen müde?

Typische Anzeichen und Beschwerden für überarbeitete Augen:

  • Brennende, tränende, gerötete Augen
  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit
  • Anspannungen in den und um die Augen
  • Kopfschmerzen
  • Flimmernde Bilder
  • Lidflattern
  • Zeitweilige Kurzsichtigkeit
  • Doppeltsehen
  • Veränderte Farbwahrnehmung

Mögliche Ursachen für Beschwerden

1 Keine Einweisung in die ergonomische Nutzung der Arbeitsmittel
2 Ähnliche Arbeitsabläufe, die immer wieder sehr ähnliche Bewegungen erfordern,
3 Büromöbel, die eine ergonomische Nutzung nicht fördern und räumliche Gegebenheiten, die kaum verändert werden können
eine verkrampfte Arbeitsatmosphäre und ein negatives Betriebsklima am Arbeitsplatz.

Bildschirmarbeitsplatz - So sind Sie richtig eingerichtet

Zwischen der Tastatur und der Tischkante müssen mindestens 5 cm Platz für die Auflage der Handballen sein. Sonst verspannen sich die Muskeln im Schulter- und Nackenbereich. Das kann zu Kopfschmerzen und Ermüdungserscheinungen führen. Arbeitsmittel, die häufig benutzt werden (z. B. Textvorlagen) sollten innerhalb des Blickwinkels zum Bildschirm liegen - am besten direkt davor oder daneben, damit der Körper nicht ständig verdreht wird.

Bei normalem Sitzen auf dem Arbeitsstuhl sollten die Oberarme locker herabhängen und die Unterarme eine waagerechte Linie zur Tastatur bilden. Ober- und Unterarme sollten einen Winkel von 90 Grad oder mehr bilden. Auch Ober- und Unterschenkel sollten einen Winkel von 90 Grad oder mehr bilden. Dabei sollten die Füße großflächig aufgesetzt werden können. Wenn der Winkel deutlich größer als 90 Grad ist oder die Füße in der Luft hängen, sollte eine Fußstütze angeschafft werden.

Lesen am Bildschirm

Die Buchstaben auf dem Bildschirm müssen groß genug sein. Ein Großbuchstabe sollte bei einem Leseabstand von 50 cm etwa 3 mm groß sein. Bei dieser Größe sind die Zeichen auch von Benutzern mit etwas verminderter Sehschärfe und bei nicht optimalen Kontrastverhältnissen gut erkennbar. Die Schriftzeichengröße sollte nicht unter 10 Punkt liegen, die Dokumentgröße immer auf 100 Prozent eingestellt sein, auch wenn dadurch häufiger gescrollt werden muss.

Bildschirmtätigkeit bedeutet Höchstleistung für die Augen. Der Erholungswert ist besonders groß, wenn man mehrere kurze Unterbrechungen beim starren Blick auf den Bildschirm macht. Dagegen sind wenige lange Pausen nicht so erholsam. Gucken Sie ruhig mal alle 10 Minuten in die Ferne, das entspannt ungemein.

Flimmert Ihr Bildschirm?

Ein flimmernder Bildschirm ist Gift für Ihre Augen, weil er das Lesen am Bildschirm extrem verschlechtert. Der Kontrast zwischen den Buchstaben und ihrem Hintergrund ist nicht so deutlich erkennbar, wie bei einem nicht flimmernden Bildschirm. Die Konsequenz: Das Lesen am Bildschirm strengt die Augen doppelt an. Ein kleiner Test schafft Klarheit, ob Ihr Bildschirm flimmert: Schauen Sie einmal 10 cm neben den Bildschirm und beobachten Sie ihn, ohne den Kopf zu bewegen. Wenn der Bildschirm flimmert, stellen Sie das Bild mit den Reglern für Helligkeit und Kontrast flimmerfrei ein. Gelingt dies nicht, liegt das entweder an der Grafikkarte, am Bildschirm oder an der Software (dem Bildschirmtreiber) und sollte durch einen EDV-Experten korrigiert werden.

Beleuchtung

Eine Arbeitsplatzleuchte sollte nur eingeschaltet werden, wenn auch die Raumleuchten eingeschaltet sind. So wird eine zu hohe Belastung der Augen durch ständige Anpassung an unterschiedliche Helligkeiten vermieden.

Die Einheit der Beleuchtungsstärke wird in Lux (Zeichen lx) gemessen. Am Arbeitsplatz sollte die Beleuchtungsstärke bei 400 bis 600 lx liegen. Der Bildschirm sollte immer mit Blickrichtung parallel zum Fenster und so aufgestellt werden, dass das Licht der Raum- und Arbeitsleuchten von der Seite auf den Arbeitsplatz fällt. Leuchten und Fenster dürfen sich im Bildschirm nicht spiegeln.

Blendung durch Gegenlicht vermindert ebenfalls den subjektiven Kontrast der Zeichen auf dem Bildschirm, weil das Auge sich nicht an die mittlere Leuchtdichte des Bildschirms anpasst, sondern an eine höhere Leuchtdichte.

Wichtig-Ruhepausen für die Augen!

Gönnen Sie Ihren Augen von Zeit zu Zeit eine Ruhepause. Versuchen Sie, sich zu entspannen, indem Sie in die Ferne schauen.

Schließen Sie die Augen und drehen Sie die Augäpfel so, als wollten Sie an die Decke sehen. Diese Position zwei Atemzüge lang halten (wichtig: ruhig und tief atmen). Jetzt den Vorgang so wiederholen, als wollten Sie auf den Boden sehen. Anschließend das gleiche von links nach rechts. Nun die Augen wieder öffnen und einige Sekunden entspannen. Schließen Sie die Augen wieder und beschreiben Sie mit den Augäpfeln einen Kreis: zuerst im Uhrzeigersinn, danach in entgegengesetzter Richtung. Noch besser ist es allerdings, wenn Sie gelegentlich eine Pause an der frischen Luft machen.

Blinzeln Sie bewusst, denn mit jedem Lidschlag wird ein hauchdünner Tränenfilm über das Auge verteilt, der die Oberfläche glatt, sauber und feucht hält. Wenn dies nicht geschieht, entsteht ein Trockenes Auge. Es kann zu Erkrankungen der Binde- und Hornhaut führen. Besonders bei der Arbeit am PC neigt man zum "Starren". Durch die extreme Aufmerksamkeit ist der Lidschlussreflex (das Befeuchten der Augen durch Blinzeln) vermindert, so dass die Augenoberfläche austrocknet.

Der Gang zum Augenarzt

Wenn sich Beschwerden trotz optimaler Einrichtung und Beleuchtung des Arbeitsplatzes und kontrollierter Bewegungsabläufe nicht merklich bessern, kann ein Sehfehler die Ursache für ein unangenehmes Augengefühl oder eine verminderte Sehschärfe sein. Der Gang zum Augenarzt lässt sich dann nicht mehr vermeiden.

Brille und Kontaktlinsen am Arbeitsplatz

Man sollte beim Arbeiten am Bildschirm keine Brille mit getönten Gläsern tragen. Sie eignen sich nicht, da sie die Leuchtdichteverhältnisse ungünstig verändern. Entspiegelte Gläser hingegen vermindern die auf dem Brillenglas auftretenden Reflexe.

Beim Tragen von Kontaktlinsen bei der Bildschirmarbeit ist vor allem darauf zu achten, dass die Augen nicht austrocknen. Das kann durch regelmäßigen Lidschlag und durch die Anwendung von Nachbenetzungslösungen verhindert werden.

Gesetzliche Bildschirmarbeitsverordnung

Ohne Computer geht nichts mehr in unserer Arbeitswelt. Damit er nicht zur Belastung wird, gibt es unter anderem die so genannte Bildschirmverordnung. Sie regelt, dass jeder vor Antritt einer neuen Tätigkeit Anspruch auf Untersuchung der Augen und des Sehvermögens hat. Mit Hilfe des Siebtests (Screening) ist es möglich, Auffälligkeiten und Normabweichungen des Sehvermögens festzustellen. Stimmt etwas nicht mit Ihren Augen, muss die Anpassung einer Sehhilfe oder eine augenärztliche Kontrolle erfolgen. Die Kosten für eine fachärztliche Augenuntersuchung sowie die Kosten für eine eventuell benötigte Sehhilfe in einfacher Ausführung bezahlt die Krankenkasse.