Diabetische Retinopathie - Symptome

Die Veränderungen der Netzhautblutgefäße verlaufen schleichend und damit für den Patienten zunächst unmerklich. Erst im späteren Verlauf der Krankheit machen sich Beeinträchtigungen des Sehens bemerkbar.

 

Anfangs kaum Beschwerden
 

Die diabetische Retinopathie ist nur sehr schwer zu entdecken, da sie im Anfangsstadium kaum Beschwerden verursacht. Zwar klagen Diabetiker häufig über Schwankungen der Sehschärfe - so zum Beispiel über eine vorübergehende Kurzsichtigkeit. Diese Probleme resultieren aber meist aus der Behandlung mit Insulin und sind keine Anzeichen für eine diabetische Retinopathie.

Die Beschwerden hören auf, wenn der Patient richtig "eingestellt" ist. Das heißt, er erhält eine genau bemessene und exakt auf ihn zugeschnittene Menge Insulin. Gerade während der Einstellungsphase mit Insulin sollte der Patient auf das Autofahren verzichten, da aufgrund schwankender Sehschärfe die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigt werden kann.

 

Diabetes - ein vielschichtiges Problem
 

Diabetes ist eine schleichende Krankheit. Komplikationen und Folgeschäden tauchen erst nach geraumer Zeit auf. Bei einer Zuckererkrankung verändern sich im Verlauf von etwa fünf Jahren im gesamten Organismus die Blutgefäße. Dadurch entstehen die gefürchteten Spätkomplikationen wie Nierenschäden bis zum völligen Versagen, Schädigungen der Nerven sowie vorzeitige Arterienverkalkung. Auch heilen Wunden schlechter und viele Diabetiker leiden unter "offenen" Beinen. Durch Veränderungen an den größeren Herzkranzgefäßen treten häufig erhebliche Herz-Kreislauf-Probleme auf.

Am Auge bewirkt der Diabetes eine chronische Netzhauterkrankung, die man als diabetische Retinopathie bezeichnet. Im Anfangsstadium der Zuckerkrankheit werden meist noch keine Schädigungen der Netzhaut (Retina) festgestellt. Die diabetische Retinopathie entwickelt sich sehr langsam.

Allerdings leiden nach 10-15 Jahren zwei Drittel aller Diabetiker unter Durchblutungsstörungen der Netzhaut. Tritt die Zuckererkrankung bereits in der Jugend auf, verläuft die Entwicklung schneller. Im höheren Alter ist der Krankheitsverlauf dagegen meist langsamer.

 

Wie verläuft die diabetische Retinopathie?
 

1
Zunächst bilden sich nur vereinzelt an den feinen Haargefäßen (Kapillaren) der Netzhaut kleine kugelförmige Erweiterungen. Zu gleicher Zeit setzen sich fettartige Substanzen als kleine oder größere weiße Flecken auf der Netzhaut ab.

 

normaler Augenhintergrund - nicht proliferative diabetische Retinopathie

 

2
In einem späteren Stadium bersten einzelne der Blutkapillaren und es entstehen kleine Blutungen. Aus den Gefäßen treten Stoffe ins Gewebe, die normalerweise im Blut zurückgehalten werden. In der Folge werden die Fettdepots in der Netzhaut größer.

 

schwere Form der nicht proliferativen diabetischen Retinopathie

 

3
Schließlich bilden sich neue Gefäße. Sie wachsen in baumförmigen Verzweigungen in den Glaskörper ein (Wundernetze). Wenn eines dieser häufig sehr instabilen Gefäße aufbricht, gelangt Blut in den Glaskörper. (proliferative diabetische Retinopathie)

 

frische Glaskörperblutung

 

4
Nach mehreren Blutungen durchzieht Bindegewebe den Glaskörper und überzieht die Netzhaut. Eine nachträgliche Schrumpfung des Bindegewebes kann zum Einreißen der Netzhaut führen. Wachsen die neuen Blutgefäße in den Glaskörper ein und dieser schrumpft, kommt es zu einer Netzhautablösung.

 

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Netzhautablösung bei diabetischer Retinopathie

 

 



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