Diabetische Retinopathie - Therapie

Eine Heilung der diabetischen Netzhauterkrankung ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht möglich. Dennoch lässt sich oftmals durch verschiedene Behandlungsmaßnahmen eine Besserung der Gefäßschäden oder zumindest ein Stillstand der Krankheit erreichen. Der Patient selbst kann entscheidend zu einem günstigen Verlauf der Krankheit beitragen. Dabei muss er folgende Regeln beachten:

 

1 ständige Gewichtskontrolle

2 Verzicht auf Nikotin und übermäßigen Alkoholgenuss

3 Einhaltung der Diät-Empfehlungen

4 Die exakte Einstellung der Blutzuckerwerte ist eine Grundvoraussetzung zum Schutz gegen die Folgen der diabetischen Retinopathie.

5 Ständige Blutdruckkontrolle in Absprache mit dem Hausarzt



Behandlung der diabetischen Retinopathie
 

Sind Veränderungen der Netzhaut (Retina) sowie des Augenhintergrundes bereits vom Augenarzt festgestellt worden, so kann in vielen Fällen eine Laser-Behandlung eine Verschlechterung der Sehleistung verlangsamen oder gar zum Stillstand bringen. Somit ist zumindest die Gefahr, das Sehvermögen zu verlieren, weitgehend gebannt.

Bei der Lasertherapie - auch Laser-Koagulation oder Photo-Koagulation genannt - werden durch gezielte Lichtstrahlen auf die Netzhaut krankhafte Blutgefäßwucherungen vermindert. So wird unter anderem auch die Bildung weiterer Gefäßveränderungen unterdrückt. Laserbehandlungen sind nahezu schmerzlos und müssen je nach Stand der Erkrankung wiederholt werden.

Ob diese Therapie stationär oder ambulant erfolgt, entscheidet der behandelnde Augenarzt von Fall zu Fall.

Bei weit fortgeschrittener Krankheit mit ausgedehnten Gefäßwucherungen und schweren Blutungen ins Augeninnere reicht die Laserbehandlung nicht aus. Für betroffene Patienten steht heute ein neues Operationsverfahren zur Verfügung:

die Vitrektomie (operative Entfernung des Glaskörpers). Mit ihr lassen sich gewisse Erfolge erzielen. Bei günstiger Entwicklung gelingt es, eine zufriedenstellende Sehschärfe wiederherzustellen.

Grundsätzlich gilt: Ziel der Laserbehandlung und der Vitrektomie sind das derzeitige Sehvermögen zu erhalten. Eine Verbesserung lässt sich nur in Ausnahmefällen erzielen. Je weiter die Netzhauterkrankung fortgeschritten ist, desto geringer sind die Behandlungschancen.

 

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