Diabetische Retinopathie - Tipps und Service

Das Hauptaugenmerk einer Behandlung der diabetischen Retinopathie liegt auf der möglichst optimalen Blutzuckereinstellung. Außerdem sind regelmäßige Kontrollen, mindestens einmal pro Jahr, durch den Augenarzt unbedingt notwendig.

 

Risiko der Erblindung liegt bei Diabetikern sehr hoch
 

Die häufigste Augenerkrankung von Zuckerpatienten ist die diabetische Retinopathie. Genau wie die Zuckererkrankung lässt sie sich nicht heilen.

Allerdings kann durch die Früherkennung diabetischer Veränderungen am Auge einer Erblindung erfolgreich vorgebeugt werden. Deshalb sollten Diabetiker die Hilfe des Augenarztes rechtzeitig und regelmäßig in Anspruch nehmen.

Die Risiken einer Erblindung liegen bei Diabetikern 10 bis 20 mal höher als bei gesunden Menschen. Trotz dieses hohen Risikofaktors können Diabetiker durch eine konsequente Lebensführung sowie das Einhalten einiger Regeln die Gefahren einer Netzhauterkrankung deutlich senken.

 

Schutz vor der diabetischen Retinopathie
 

Die diabetische Retinopathie muss unbedingt vom Augenarzt behandelt werden. Vor dem Auftreten diabetischer Augenhintergrund-Veränderungen sind augenärztliche Kontrolluntersuchungen, in denen eine Weitstellung der Pupille erfolgt, mindestens einmal jährlich erforderlich.

 

1 Sind bereits Veränderungen der Netzhautgefäße entstanden, müssen die Patienten in wesentlich kürzeren Abständen untersucht werden. Je nach Stadium der Erkrankung alle drei bis sechs Monate. Obwohl regelmäßige Untersuchungen immer wieder empfohlen werden, gehen nur ca. 40% der Risikopatienten auch tatsächlich in Abständen von drei bis sechs Monaten zum Augenarzt.

2 Eine ärztliche Behandlung und "Einstellung" des Diabetes im Krankenhaus allein ist völlig ungenügend. Der Patient muss ausreichend über das gestörte Stoffwechselgeschehen aufgeklärt sein. Er sollte wissen, welche Nahrungsmittel Kohlehydrat-, Fett- und Eiweißträger sind, und wie sie im Diätplan eingesetzt werden.
3 Der Diabetiker sollte über die Wirkung von Medikamenten unterrichtet sein. Das gilt sowohl für Tabletten als auch für Insulin. Er muss in der Lage sein, sich die Arzneimittel nach Anweisungen seines Arztes selbst zu verabreichen und sich das Insulin selbst zu spritzen.

4 Der Patient sollte seinen Urin selbst auf Zucker und Azeton untersuchen können. Das ist mit Hilfe der im Handel erhältlichen Testtabletten und Teststreifen einfach zu bewerkstelligen.

5 Die Blutzuckerkontrolle mittels kleiner - heute noch etwas kostspieliger - Apparate sollte ebenfalls in den Händen des Diabetikers liegen.

6 Der Zuckerkranke muss lernen, sein Stoffwechselgeschehen selbst zu beobachten und zu lenken.

Befolgen Diabetiker diese Ratschläge können sie ebenso leistungsfähig sein wie gesunde Menschen. So können sie sich vor Begleiterscheinungen des Diabetes lange schützen und selbst 30 Jahre nach Auftreten der Zuckerkrankheit ohne Spätschäden leben.

 

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