Schutz-Arbeit / PC

Schwerstarbeit für die Augen
 

Lesen. Eingeben. Kontrollieren. Das sind die drei wichtigsten Schritte, die jeder bei der Arbeit am Computer ständig vollzieht.

Bis zu 30.000-mal wechselt der Blick während eines 6-stündigen Arbeitstages zwischen einer Textvorlage, der Tastatur und dem Monitor hin und her. Dabei müssen nicht nur die unterschiedlichen Entfernungen bewältigt werden. Die Augen müssen sich auch laufend den verschiedenen Helligkeits- und Kontraststufen anpassen. Das ist Schwerstarbeit und kostet Kraft.

 

Sind Ihre Augen müde?
 

Typische Anzeichen und Beschwerden für überarbeitete Augen:

 

1 Brennende, tränende, stechende, gerötete Augen

2 Müdigkeit und Abgeschlagenheit

3 Anspannungen in den und um die Augen

4 Kopfschmerzen

5 Flimmernde Bilder

6 Lidflattern

7 Zeitweilige Kurzsichtigkeit

8 Doppeltsehen

9 Veränderte Farbwahrnehmung



Mögliche Ursachen für Beschwerden
 

1 Keine Einweisung in die ergonomische Nutzung der Arbeitsmittel,

2 Ähnliche Arbeitsabläufe, die immer wieder sehr ähnliche Bewegungen erfordern,

3 Büromöbel, die eine ergonomische Nutzung nicht fördern und räumliche Gegebenheiten, die kaum verändert werden können,

4 eine verkrampfte Arbeitsatmosphäre und ein negatives Betriebsklima am Arbeitsplatz.

Bildschirmarbeitsplatz - So sind Sie richtig eingerichtet
 

Zwischen der Tastatur und der Tischkante müssen mindestens 5 cm Platz für die Auflage der Handballen sein. Sonst verspannen sich die Muskeln im Schulter- und Nackenbereich. Das kann zu Kopfschmerzen und Ermüdungserscheinungen führen. Arbeitsmittel, die häufig benutzt werden (z. B. Textvorlagen) sollten innerhalb des Blickwinkels zum Bildschirm liegen - am besten direkt davor oder daneben, damit der Körper nicht ständig verdreht wird.

Bei normalem Sitzen auf dem Arbeitsstuhl sollten die Oberarme locker herabhängen und die Unterarme eine waagerechte Linie zur Tastatur bilden. Ober- und Unterarme sollten einen Winkel von 90 Grad oder mehr bilden. Auch Ober- und Unterschenkel sollten einen Winkel von 90 Grad oder mehr bilden. Dabei sollten die Füße großflächig aufgesetzt werden können. Wenn der Winkel deutlich größer als 90 Grad ist oder die Füße in der Luft hängen, sollte eine Fußstütze angeschafft werden.

 

back to top

Lesen am Bildschirm
 

Die Buchstaben auf dem Bildschirm müssen groß genug sein. Ein Großbuchstabe sollte bei einem Leseabstand von 50 cm etwa 3 mm groß sein. Bei dieser Größe sind die Zeichen auch von Benutzern mit etwas verminderter Sehschärfe und bei nicht optimalen Kontrastverhältnissen gut erkennbar. Die Schriftzeichengröße sollte nicht unter 10 Punkt liegen, die Dokumentgröße immer auf 100 Prozent eingestellt sein, auch wenn dadurch häufiger gescrollt werden muss.

Bildschirmtätigkeit bedeutet Höchstleistung für die Augen. Der Erholungswert ist besonders groß, wenn man mehrere kurze Unterbrechungen beim starren Blick auf den Bildschirm macht. Dagegen sind wenige lange Pausen nicht so erholsam. Gucken Sie ruhig mal alle 10 Minuten in die Ferne, das entspannt ungemein.

 

Flimmert Ihr Bildschirm?
 

Ein flimmernder Bildschirm ist Gift für Ihre Augen, weil er das Lesen am Bildschirm extrem verschlechtert. Der Kontrast zwischen den Buchstaben und ihrem Hintergrund ist nicht so deutlich erkennbar, wie bei einem nicht flimmernden Bildschirm. Die Konsequenz: Das Lesen am Bildschirm strengt die Augen doppelt an. Ein kleiner Test schafft Klarheit, ob Ihr Bildschirm flimmert: Schauen Sie einmal 10 cm neben den Bildschirm und beobachten Sie ihn, ohne den Kopf zu bewegen. Wenn der Bildschirm flimmert, stellen Sie das Bild mit den Reglern für Helligkeit und Kontrast flimmerfrei ein. Gelingt dies nicht, liegt das entweder an der Grafikkarte, am Bildschirm oder an der Software (dem Bildschirmtreiber) und sollte durch einen EDV-Experten korrigiert werden.

 

Beleuchtung
 

Eine Arbeitsplatzleuchte sollte nur eingeschaltet werden, wenn auch die Raumleuchten eingeschaltet sind. So wird eine zu hohe Belastung der Augen durch ständige Anpassung an unterschiedliche Helligkeiten vermieden.

Die Einheit der Beleuchtungsstärke wird in Lux (Zeichen lx) gemessen. Am Arbeitsplatz sollte die Beleuchtungsstärke bei 400 bis 600 lx liegen. Der Bildschirm sollte immer mit Blickrichtung parallel zum Fenster und so aufgestellt werden, dass das Licht der Raum- und Arbeitsleuchten von der Seite auf den Arbeitsplatz fällt. Leuchten und Fenster dürfen sich im Bildschirm nicht spiegeln.

Blendung durch Gegenlicht vermindert ebenfalls den subjektiven Kontrast der Zeichen auf dem Bildschirm, weil das Auge sich nicht an die mittlere Leuchtdichte des Bildschirms anpasst, sondern an eine höhere Leuchtdichte.

 

back to top

Wichtig-Ruhepausen für die Augen!
 

Gönnen Sie Ihren Augen von Zeit zu Zeit eine Ruhepause. Versuchen Sie, sich zu entspannen, indem Sie in die Ferne schauen.

Schließen Sie die Augen und drehen Sie die Augäpfel so, als wollten Sie an die Decke sehen. Diese Position zwei Atemzüge lang halten (wichtig: ruhig und tief atmen). Jetzt den Vorgang so wiederholen, als wollten Sie auf den Boden sehen. Anschließend das gleiche von links nach rechts. Nun die Augen wieder öffnen und einige Sekunden entspannen. Schließen Sie die Augen wieder und beschreiben Sie mit den Augäpfeln einen Kreis: zuerst im Uhrzeigersinn, danach in entgegengesetzter Richtung. Noch besser ist es allerdings, wenn Sie gelegentlich eine Pause an der frischen Luft machen.

Blinzeln Sie bewusst, denn mit jedem Lidschlag wird ein hauchdünner Tränenfilm über das Auge verteilt, der die Oberfläche glatt, sauber und feucht hält. Wenn dies nicht geschieht, entsteht ein Trockenes Auge. Es kann zu Erkrankungen der Binde- und Hornhaut führen. Besonders bei der Arbeit am PC neigt man zum "Starren". Durch die extreme Aufmerksamkeit ist der Lidschlussreflex (das Befeuchten der Augen durch Blinzeln) vermindert, so dass die Augenoberfläche austrocknet.

 

Der Gang zum Augenarzt
 

Wenn sich Beschwerden trotz optimaler Einrichtung und Beleuchtung des Arbeitsplatzes und kontrollierter Bewegungsabläufe nicht merklich bessern, kann ein Sehfehler die Ursache für ein unangenehmes Augengefühl oder eine verminderte Sehschärfe sein. Der Gang zum Augenarzt lässt sich dann nicht mehr vermeiden.

 

Brille und Kontaktlinsen am Arbeitsplatz
 

Man sollte beim Arbeiten am Bildschirm keine Brille mit getönten Gläsern tragen. Sie eignen sich nicht, da sie die Leuchtdichteverhältnisse ungünstig verändern. Entspiegelte Gläser hingegen vermindern die auf dem Brillenglas auftretenden Reflexe.

Beim Tragen von Kontaktlinsen bei der Bildschirmarbeit ist vor allem darauf zu achten, dass die Augen nicht austrocknen. Das kann durch regelmäßigen Lidschlag und durch die Anwendung von Nachbenetzungslösungen verhindert werden.

 

Gesetzliche Bildschirmarbeitsverordnung
 

Ohne Computer geht nichts mehr in unserer Arbeitswelt. Damit er nicht zur Belastung wird, gibt es unter anderem die so genannte Bildschirmverordnung. Sie regelt, dass jeder vor Antritt einer neuen Tätigkeit Anspruch auf Untersuchung der Augen und des Sehvermögens hat. Mit Hilfe des Siebtests (Screening) ist es möglich, Auffälligkeiten und Normabweichungen des Sehvermögens festzustellen. Stimmt etwas nicht mit Ihren Augen, muss die Anpassung einer Sehhilfe oder eine augenärztliche Kontrolle erfolgen. Die Kosten für eine fachärztliche Augenuntersuchung sowie die Kosten für eine eventuell benötigte Sehhilfe in einfacher Ausführung bezahlt die Krankenkasse.

 

back to top
 



Arbeit/PC



Verkehr



Reise



Sport



 

 
   
   © Bausch + Lomb Home | Profil | Sitemap | Download | Kontakt | Impressum | Arzneimittelsicherheit