Schutz - Reise

Lange Flüge - Eine Gefahr für Ihre Augen?
 

Die Deutschen sind ein ausgesprochen reiselustiges Volk. Beinahe 70 Prozent aller von einem deutschen Flughafen startenden Flüge gehen ins Ausland. Ob zum Aktivurlaub in die Berge oder zum Badeurlaub an die See - viele Reisen beginnen am Flughafen. Fliegen ist bequem und spart viel Zeit, birgt aber auch gesundheitliche Gefahren. Vor allem die Augen leiden unter der übernatürlich trockenen Luft an Bord.

Ohne einen künstlich herbeigeführten Luftdruckausgleich und die Zufuhr von sauerstoffhaltiger Frischluft könnte der Mensch in einer Flughöhe von 10.000 Metern nicht überleben.

In den Kabinen herrscht deshalb konstant ein Luftdruck wie er in etwa 2.400 Höhenmetern vorkommt. In 2.400 Metern Höhe ist die Luftfeuchtigkeit aber viel geringer als auf der Erde. Während der Mensch an 40 bis 70 Prozent Luftfeuchtigkeit gewöhnt ist, beträgt die Luftfeuchtigkeit an Bord eines Flugzeugs knapp 10 Prozent.

Das ist ein merklicher Unterschied. Die Konsequenz: Die extrem trockene Luft beschleunigt die Austrocknung der Augen, und lässt Sie brennen und gerötet erscheinen.

 

Eine Bahnfahrt, die ist lustig
 

Nicht jeder Reisende wählt das Flugzeug für einen Urlaubstrip. Vor allem Kurzurlauber nehmen statt dessen lieber die Bahn oder das eigene Auto. Aber auch hier kann es zu Problemen mit den Augen kommen, denn viele Autos verfügen mittlerweile über eine Klimaanlage. Auch in neuen Zügen gehört die Klimaanlage zum guten Ton. Und wer über diesen Komfort nicht verfügt, dreht einfach das Gebläse hoch oder reißt die Fenster auf. Welche Variante man auch immer wählt, gesund für die Augen ist keine, denn zirkulierende und trockene Luft verursacht trockene, gerötete Augen, die nach einiger Zeit zu brennen und zu schmerzen anfangen können.

 

Was Ihren Augen zu schaffen macht
 

Bei stark zirkulierender Luft und verminderter Luftfeuchtigkeit trocknen die Augen schneller aus. Das gilt vor allem für klimatisierte Verkehrsmittel im Sommer. Im Winter wird oftmals zu sehr geheizt und zu wenig gelüftet. Sowohl Zugluft als auch überhitzte Luft schädigen die Augen.

In Flugzeugen wird nicht konstant frische Luft in die Kabinen geleitet, sondern nur alle 3 bis 12 Minuten. Der verminderte Sauerstoffanteil in der Luft ist ein idealer Nährboden für Bakterien und Viren. Da die Augen aufgrund der geringen Luftfeuchtigkeit schon sehr trocken sind, haben Keime leichtes Spiel. Der verminderte Tränenfilm kann die Augen nicht ausreichend gegen Krankheitserreger schützen.

 

1 Nicht nur Chlorwasser sondern auch salziges Meerwasser kann die Augen reizen und Rötungen verursachen.

2 Es können Verblitzungen auftreten, wenn am Wasser oder - insbesondere bei Schnee in den Bergen - keine Sonnen- oder Schutzbrille getragen wird.

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Da bleibt kein Auge trocken - So schützen Sie Ihre Augen
 

Nehmen Sie vor allem bei Langstreckenflügen ins Ausland viel nicht-alkoholische Flüssigkeit zu sich (am besten Wasser). Dies beugt der Austrocknung der Augen vor. Oft hilft zusätzlich eine künstliche Tränenflüssigkeit in Form von Augentropfen oder Augengelen, die Ihnen Ihr Augenarzt empfehlen kann. Es kommt bei der Auswahl des Präparates immer auf die individuellen Bedürfnisse an.

Schließen Sie ruhig mal die Augen für einige Minuten. Das stabilisiert den Tränenfilm auf den Augen und hält Krankheitserreger von Ihren Augen fern.

Eine hochwertige Sonnen- bzw. Schutzbrille sollte immer mit im Reisegepäck sein. Eine Sonnenbrille, die nicht das CE-Zeichen führt, ist gefährlich, weil für UV-Strahlen durchlässig. Lassen Sie sich daher auf jeden Fall von einem qualifizierten Optiker beraten, bevor Sie viel Geld für eine schlechte Sonnenbrille ausgeben, die weder das Austrocknen Ihrer Augen noch Verblitzungen verhindern kann.

Ob Schutz- oder Sonnenbrille - gewährleisten Sie, dass die Brille gut sitzt, nicht wackelt oder drückt. Normalerweise kann der Sitz einer Brille bei jedem Optiker kostenlos überprüft und gegebenenfalls angepasst werden.

 

Sonnenbrand an den Augen
 

Nicht nur die verminderte Luftfeuchtigkeit in verschiedensten Verkehrsmitteln führt zu Augenreizungen. Auch andere Faktoren beeinflussen das Wohlbefinden unserer Augen: An veränderte Lichtverhältnisse müssen sich die Augen erst gewöhnen. Sowohl extrem helle Lichtverhältnisse als auch die höhere Reflexion der UV-Strahlen durch Wasser, Schnee oder in höheren Gefilden fördern die Verblitzung der Augen. Die Schäden treten - ähnlich wie bei einem Sonnenbrand auf der Haut - erst nach einigen Stunden auf. Außerdem sieht man das ultraviolette Licht nicht und ist sich nicht immer der Gefahr bewusst. Schäden können sein: Bindehautentzündung, Schneeblindheit (Verblitzung), Hornhauttrübungen und auch Schädigungen direkt an der Netzhaut. Langzeitbelastungen des Auges durch ultraviolettes Licht können sogar zum Grauen Star (Trübung der Augenlinse) führen, sowie die Entwicklung einer Makuladegeneration begünstigen.

 

Die Ozonschicht schützt die Augen vor UV-Strahlung
 

Die Ozonschicht filtert einen Teil der UV-Strahlung. Je dünner die Ozonschicht wird, desto höher wird das Gefahrenpotenzial für die Augen. Da die UV-Strahlung an der Erdoberfläche reflektiert wird, hängt der Grad der Reflexion sehr stark von der Umgebung ab. Leider wissen viele Reisende dies nicht und riskieren Gesundheitsschäden durch mangelhafte Vorbeugung und eine schlechte Ausrüstung (Sonnencreme und -brille).

Wussten Sie, dass hellfarbiger Sand ungefähr 15 Prozent der UV-Strahlung reflektiert und Wasser mindestens 5 Prozent? Schnee reflektiert sogar bis zu 85 Prozent der schädlichen Strahlung. Egal welches Urlaubsziel Sie wählen: Auf eine gute Ausrüstung sollten Sie nicht verzichten.

 

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