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Die Augenermüdung entsteht augrund der Anstrengung, die das Auge zur Naheinstellung (Akkomodation) aufbringen muss. Um nahe Objekte gut sehen zu können (beispielsweise beim Lesen), muss sich die Augenlinse krümmen. Nur so kann ein scharfes Bild auf der Netzhaut abgebildet werden.
Je näher ein Objekt an das Auge heran geführt wird, desto größer ist die Akkommodations-Anstrengung. Mit zunehmendem Alter vergrößert sich die Anstrengung aufgrund der abnehmenden Elastizität der Augenlinse. Das Lesen fällt schwerer, die Augen ermüden schneller, weil sie nicht mehr so leistungsfähig sind wie in jungen Jahren.
Außerdem führt angestrengtes Lesen über einen längeren Zeitraum oder das intensive Fixieren des Computer-Bildschirms zu müden Augen. Bleibende Schäden werden durch müde Augen nicht verursacht. Die Augenermüdung stellt keine Gefahr für das Sehvermögen dar. Sie ist aber sehr unangenehm, führt zu einer Produktivitäts-Verminderung, zu Kopfschmerzen und kann Probleme im Straßenverkehr bereiten.
Gegen brennende und trockene Augen hilft eine künstliche Tränenflüssigkeit. Grundsätzlich empfiehlt sich eine Einschränkung der Lese- und Arbeitsdauer. Das Fixieren von nahen Objekten über einen längeren Zeitraum fördert die Augenermüdung und sollte vermieden werden. Legt man alle 15 bis 20 Minuten eine etwa einminütige Pause ein und schaut man in dieser Zeit auf weit entfernte Objekte, entspannen sich die Augenmuskeln und die Augen werden entlastet.
Von Zeit zu Zeit sollte auch die Lesedistanz geändert werden. Eine falsche Lichtquelle kann ebenso zur Augenermüdung führen. Beim Lesen sollte das Licht von hinten, also über die Schultern kommen. Dies verhindert ein Blenden und Reflektieren. Zudem müssen die Augen regelmäßig untersucht und gegebenenfalls eine Lesebrille angeschafft werden. Diese sollte nicht nur beim Lesen, sondern auch bei der Ausübung von anstrengenden Arbeiten getragen werden.
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