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Das Auge wird von einer in von Augenmuskeln beweglichen Knochenhöhle des Schädels und von Muskeln, Fett- und Bindgewebe sicher umschlossen. Vor der Augenhöhle befinden sich die Lider.
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Schematische Darstellung des Auges
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Schematische Darstellung der Orbita
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Die Augenlider übernehmen wichtige Schutzfunktionen. In der gesamten Haut der Lider befinden sich sensible Nervenzellen. Die Lider reagieren auf Berührungen, Schmerzen, Blendung und Temperatur und werden reflexartig geschlossen. So wird die Augenoberfläche geschützt. Zusätzlich dient der Lidschlag der regelmäßigen Befeuchtung des Auges, um es vor dem Austrocknen zu bewahren. Wimpernhaare, die sowohl am Ober- als auch am Unterlid zu finden sind, halten Staub und Schweiß vom Auge fern.
Das Innere der Augenlider wird überzogen von der Bindehaut. Sie ist eine glatte, durchsichtige, glänzende Schleimhaut und mit zahlreichen schleimproduzierenden Zellen (Becherzellen) durchsetzt. Die Zellen liefern einen wichtigen Beitrag zur richtigen Zusammensetzung des Tränenfilms. Außerdem sorgt sie für ein reibungsfreies Gleiten der verschiedenen Schichten und ist in der Lage, Krankheitserreger abzuwehren. Da die Bindehaut Blutgefäße enthält, zeigen sich Augenreizungen und -erkrankungen oftmals in einer Rötung der Bindehaut. Zusammen mit der Hornhaut bildet sie den Bindehautsack.
In der Augenhöhle ist der Augapfel (Bulbus oculi) weich eingebettet. Es ist ein etwa 7,5 Gramm schweres, kugelförmiges Organ. Sein Gesamt-Durchmesser beträgt bei der Geburt etwa 17 mm und beim Erwachsenen ca. 24 mm. Der Augapfel wird von den Augenmuskeln bewegt.
Die Außenhülle des Augapfels, bezeichnet der Fachmann als Lederhaut (Sklera). Die Faserstruktur der Lederhaut ist besonders stabil und fest. Sie sichert die äußere Form des Augapfels ähnlich einem Skelett. Sie ist derb, weißlich, lichtundurchlässig und hat nur nach vorn einen durchsichtigen Teil, die Hornhaut.
Die Hornhaut (Cornea) ist unser "Fenster zur Welt" und ermöglicht den Eintritt von Lichtstrahlen. Sie ist extrem empfindlich. Schon eine leichte Berührung bewirkt einen schützenden automatischen Lidschluss.
Unter der Lederhaut liegt die Aderhaut (Choroidea), die das Auge mit Nährstoffen versorgt. Der Blutfluss in der Aderhaut ist der stärkste des gesamten Körpers.
Im vorderen Augenabschnitt geht die Aderhaut in die Regenbogenhaut (Iris) über. Die Regenbogenhaut arbeitet ähnlich wie die Blende eines Fotoapparates. In der Mitte der Regenbogenhaut befindet sich die Pupille, das schwarze "Loch".
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Linse, Ziliarzotten und Pars plana, zwischen denen die Zonulafasern zu sehen sind.
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Hinter der Pupille sitzt die Linse. Sie besteht aus einer Kapsel, einer Rinde und einem Kern und hat weder Nerven noch Blutgefäße, sondern ist kristallklar. Die Augenlinse ist elastisch und liegt zwischen dem Glaskörper und der Regenbogenhaut, also im vorderen Augenabschnitt. Sie ist wie ein Trampolin mit feinen Fasern (Zonulafasern) am Ziliarkörper befestigt. Von außen ist sie unsichtbar. Die Linsenkrümmung wird vom Akkommodationsmuskel gesteuert.
Der Raum zwischen Hornhaut und Linse wird als Vorderkammer bezeichnet. Sie ist mit Kammerwasser gefüllt.
Dem vorderen Teil des Auges folgt die durch den gallertartigen Glaskörper ausgefüllte Hinterkammer. Wie die Vorderkammer ist auch die Hinterkammer mit einer klaren Flüssigkeit, dem Kammerwasser, gefüllt, das u.a. eine Rolle bei der Regulation des Augeninnendrucks spielt.
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Das Innere des Auges (Augenhintergrund) mit Netzhaut und Gefäßen
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Das Innere des Augapfels wird im hinteren Teil durch die Netzhaut (Retina) ausgekleidet. Sie ist ein Film aus feinen lichtempfindlichen Seh- und Nervenzellen. Bei den Sehzellen (Rezeptoren) unterscheidet man Stäbchen und Zapfen. Letztere sind für die Farbwahrnehmung zuständig, den Stäbchen verdanken wir die Hell-Dunkelwahrnehmung. Der gefäßlose Teil der Netzhaut liegt der Pupille fast direkt gegenüber ("gelber Fleck" oder auch Makula). Dieser Bereich enthält die Netzhautgrube (Fovea Centralis), die Stelle des schärfsten Sehens. Dort, wo die Netzhaut in den Sehnerv übergeht, gibt es keine Sehzellen. Diesen lichtunempfindlichen Teil bezeichnet man als "blinden Fleck". Über den Sehnerv werden Impulse an die Sehrinde im Gehirn weitergegeben, wo schließlich die Verarbeitung der Sinneseindrücke zu fertigen Bildern erfolgt.
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