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Hinsichtlich des Farbsehens lassen sich bedeutsame Unterschiede und Spezialisierungen aufzeigen. So können Vögel zusätzlich zu dem für Menschen sichtbaren Farbenspektrum von 400 bis 800 Nanometer auch ultraviolettes Licht wahrnehmen.
Das Farbspektrum
Menschen sehen beispielsweise Schlehenfrüchte als dunkelblau. Vögel nehmen sie in einer Mischfarbe zwischen blau und dem von der Reifschicht besonders stark reflektierten ultravioletten Licht als deutlich heller, die Blätter hingegen als dunkel wahr.
Turmfalken erkennen den Aufenthaltsort von Mäusen an der Ultraviolett-Absorption von Mäusekot und -harn. Amseln - für uns einheitlich schwarz - nehmen ihre Artgenossen als verschiedenfarbig wahr, aufgrund unterschiedlicher UV-Reflexionen ihrer Federn.
Im Gegensatz zum Menschen verfügen Rehe und Rotwild, Kaninchen, Hunde und Katzen nicht über drei, sondern nur über zwei verschiedene Rezeptoren für die Farberkennung. Alle diese Tiere sind gewissermaßen rotgrünblind. Durch die fehlende Rotwahrnehmung können sie nicht nur die herbstliche Färbung des Laubes sehr eingeschränkt erkennen, sondern auch die sie jagenden "Rotröcke". Jäger in roter Jagdkleidung heben sich zwar für Menschen von der grünen Umgebung deutlich ab, nicht aber für die Rehe.
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