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Die Tränenflüssigkeit Nur ein optimal funktionierendes Tränenflüssigkeitsbildungs- und -ableitungssystem kann die vielfältigen Aufgaben für das Auge bestmöglich erfüllen:
- Befeuchtung der Horn- und Bindehaut
- Zufuhr von Sauerstoff und Nährstoffen
- Ausgleich kleinerer Unebenheiten auf der Hornhaut
- Abwehr von Bakterien und Viren durch Enzyme und Antikörper
- Ausspulung von Fremdkörpern
Die Tränenflüssigkeit wird in der großen Tränendrüse unterhalb des äußeren Augenbrauenbogens und in zahlreichen kleinen Drüsen der Bindehaut und des Lidrandes gebildet. Die Produktion wird durch Nervenimpulse und Gefühlsstimmungen geregelt. Der natürliche Tränenfilm besteht aus einer optimalen Zusammensetzung von drei Komponenten: einer schleimhaltigen, einer wässrigen und einer fetthaltigen Schicht.
Die Schleimschicht befindet sich direkt auf der Augenoberfläche und gleicht feine Unebenheiten der Horn- und Bindehaut aus. Sie sorgt außerdem dafür, dass die Wasser abstoßende Hornhautoberfläche Wasser anziehend wird. So kann die wässrige Schicht besser auf der Hornhaut haften. Die wässrige Schicht macht den größten Anteil der Tränenflüssigkeit aus. In ihr sind Eiweiße, Enzyme und Antikörper enthalten, die der Abwehr von Bakterien und anderen Organismen dienen. Die äußere fetthaltige Schicht verhindert, dass die Tränenflüssigkeit über die Lidkante abläuft oder verdunstet. Normalerweise wird die Tränenflüssigkeit durch den Lidschlag, der etwa alle 5 bis 10 Sekunden erfolgt, gleichmäßig auf der Hornhaut verteilt. Im Falle eines Trockenen Auges wird zu wenig Tränenflüssigkeit gebildet oder die drei Bestandteile (Schleim, Wasser, Fett) stehen nicht in einem optimalen Verhältnis zueinander.
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