Erdbeeren

Erdbeeren: Die gesunde Versuchung
 

 

Erdbeerkuchen, Erdbeerquark, Erdbeerbowle, Erdbeereis, Erdbeermarmelade... Schon bei der Vorstellung läuft einem das Wasser im Munde zusammen.

 

Herkunft

Erdbeeren gehören zu den Rosengewächsen, was man gut an ihren Blüten erkennt, die wie kleine Heckenrosenblüten aussehen. Die Beeren selbst sind Sammelscheinfrüchte der Erdbeerstaude, denn auf dem verdickten Blütenboden sitzen zahlreiche Samen (die Kernchen).
Von der bei uns heimischen Walderdbeere (Fragaria vesca), die kleine, aber besonders aromatische Früchte trägt, stammen verschiedene kleinfruchtige Sorten ab. Hauptsächlich angebaut und gehandelt werden aber die zahlreichen großfruchtigen Sorten, die man als Ananas-Erdbeeren (Fragaria ananassa) zusammenfasst. Sie gehen zurück auf eine Kreuzung zwischen der kleinen, nordamerikanischen Scharlacherdbeere (Virginia-Erdbeere, Fragaria virginiana) und der großen Chile-Erdbeere (Fragaria chiloensis).

Verwendung

Erdbeeren werden am besten frisch genossen, wenn Sie es mögen mit Zucker oder Schlagsahne oder kurz mariniert.
Am häufigsten werden Erdbeeren für Süßspeisen aller Art verwendet, wobei sie mehr oder weniger im Vordergrund stehen, zum Beispiel für Kuchen, Obstsalat, Quark, Joghurt, Pudding, Eis, Kompott und Marmelade. Nicht zu vergessen Getränke wie Bowlen, Cocktails, Shakes und die köstliche Erdbeermilch.
Wegen des herben Aroma-Anteils spielen Erdbeeren aber auch eine Rolle in süß-sauren Gerichten wie Chutneys und in Fleischsoßen.

Aufbewahrung, Zubereitung

Bei Erdbeeren bestimmen Sorte und Reifegrad über Geschmack, Größe, Form und Farbe: Kleine dunkelrote Erdbeeren schmecken oft besser als große hellrote, die innen womöglich noch nicht ausgereift sind. Und bei Zimmertemperatur entfaltet sich das Aroma am besten.
Achten Sie beim Einkauf auf frische, grüne Kelchblätter und darauf, dass alle Früchte reif, fest und einwandfrei sind. Bevorzugen Sie heimische Ware und kaufen sie saisongerecht von Mai bis Juni, spätere Sorten bis September. Denn lange Transportwege erfordern haltbarere Ware: Haltbare, aber geschmacklose Sorten, unreif geerntet, bestrahlt. Der beste Weg zu wohlschmeckenden Erdbeeren: Vor dem Kauf probieren oder gleich selbst ernten, im Garten oder auf dem Feld.
Erdbeeren sollten möglichst rasch verzehrt oder weiter verarbeitet werden. Denn im Kühlschrank halten sie sich höchstens drei Tage, tief gefroren ein knappes Jahr (am besten einzeln vorfrieren und dann im Gefrierbeutel luftdicht verpacken).
Damit Aroma und Inhaltsstoffe erhalten bleiben, wäscht man Erdbeeren erst direkt vor dem Verzehr oder der Weiterverarbeitung kurz in kaltem, stehenden Wasser und entfernt anschließend die Blätter und Kelche. Gezuckert werden Erdbeeren mit der Zeit weich, und sie ziehen Saft.

Inhaltsstoffe

Mit etwa 34 kcal (142 kJ) pro 100g sind Erdbeeren ausgesprochen kalorienarm. Man müsste also davon mehrere Pfund essen, um den Kaloriengehalt eines Eisbechers zu erreichen.
Erdbeeren bestehen nämlich aus viel Wasser, wenig Kohlenhydraten, noch weniger Eiweiß und verschwindend wenig Fett. Dafür enthalten sie eine Menge Aromastoffe; so viele, dass es bis jetzt nicht gelungen ist, ein überzeugendes künstliches Erdbeeraroma herzustellen.
Auch Vitamine und Mineralstoffe sind reichlich drin: Die Vitamine B1, B2, C, E und K, Betakarotin, Folsäure und Niacin sowie Kalium, Kalzium, Eisen, Phosphat und Magnesium. Der Vitamin-C-Gehalt von 64mg je 100g übertrifft sogar den von Orangen und Zitronen!
Wegen dieser Inhaltsstoffe und wegen des Gehalts an Fruchtsäuren, Ballaststoffen und anderen sekundären Pflanzeninhaltsstoffen gelten Erdbeeren als blutdrucksenkend und blutbildend. Zudem sollen sie die Nierentätigkeit anregen und Wirkungen gegen Krebs und Entzündungen besitzen.

Unser Tipp

Versuchen Sie mal frische Erdbeeren, mit oder ohne Zucker und Schlagsahne, aber mit einem Hauch von frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer. Sie werden überrascht sein, wie gut der das Aroma der Erdbeeren zur Geltung bringt.

Erdbeerallergie

Für manche Menschen hat Erdbeermund eine zweite, unangenehme Bedeutung: Nach dem Genuss von Erdbeeren schwellen die Lippen an, und die Haut um den Mund rötet sich. Oder es passiert gar Schlimmeres.
Das können Zeichen einer so genannten Erdbeerallergie sein. So genannt deshalb, weil bei einer echten Allergie die unangepasste Reaktion des Körpers auf zugeführte Stoffe krank macht. Erdbeeren enthalten hingegen Stoffe, die die krank machenden Substanzen aus körpereigenen Zellen befreien können. Man spricht von einer Nahrungsmittelunverträglichkeit oder Pseudoallergie. Während die Krankheitszeichen die gleichen sind, ist die Unterscheidung wichtig für die Behandlung.
Zunächst sollte durch Tests geklärt werden, ob Erdbeeren tatsächlich die Ursache sind. Wenn ja, dann hilft bei dieser Pseudoallergie leider nur eines: Auf Erdbeeren verzichten.

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