Gesunde Lebensmittel

Getreide und Vollkornprodukte
 

 

Herkunft
Seit den Anfängen des Ackerbaus vor 10.000 Jahren gehören die essbaren Samenkörner zahlreicher Pflanzen aus der Familie der Gräser zu den Grundnahrungsmitteln. Die Entwicklung vieler Kulturen ist eng mit dem Ackerbau verbunden, und jeder Kontinent hat seine eigene „Getreidegeschichte“. Reis war das bedeutendste Getreide im Fernen Osten, Mais das typische Getreide Nord- und Südamerikas, Roggen und Hafer dominierten das nordöstliche Europa, Weizen und Gerste spielten im Gebiet zwischen Indien und dem Atlantik die größte Rolle. Alle Getreidesorten bestehen aus den gleichen Bestandteilen: der äußeren Schale, die auch Kleie genannt wird, dem eigentlichen Mehlkörper sowie dem Keimling. Das Getreidekorn ist von einer unverdaulichen Spelze umgeben, die beseitigt wird. Neben Reis ist Weizen das am meisten angebaute Grundnahrungsmittel.
Verwendung
Ganz klassisch wird aus Getreide Brot gebacken. Kuchen, Brötchen und Gebäck sind die üblichen Verwendungsmöglichkeiten für Mehl. Wir kennen aber auch Polenta (Maismehl) ebenso wie Kascha (Buchweizengrütze), Graupensuppe oder Hirsebrei, Haferflocken, Couscous oder Grieß. Außerdem ist Getreide auch die Basis für alkoholische Getränke wie Bier, Whisky oder Sake.
Zubereitung, Aufbewahrung
Im allgemeinen kauft man Getreide nicht als Körner, sondern häufig schon in seinen weiteren Verarbeitungsstufen, z.B. als Grieß, Couscous, Haferflocken, am häufigsten aber als Mehl bzw. Brot.
Inhaltsstoffe
Wichtig ist vor allem, dass das Getreide als Vollkornprodukt oder –mehl vorliegt. Dabei ist es zunächst egal, ob es sich um Weizen oder den dunkleren Roggen handelt, die ähnliche Nährwerte und Inhaltsstoffe haben. Entscheidender ist, dass die äußeren Hüllen des Kornes und der Keimling noch nicht entfernt wurden. Denn gerade in ihnen sind die wertvollen Mineralstoffe enthalten. Ob das Korn dann im Ganzen, geschrotet oder gemahlen wird, ist unerheblich. Bei Vollkornbroten müssen keine ganzen oder halben Körner sichtbar sein.

Wichtig ist, dass sie aus Vollkornmehlen bestehen. Vollkornmehle haben keine Typennummer, da sämtliche Kornbestandteile darin enthalten sein müssen. Aber: je höher die Typenzahl ist, desto mehr Mineralstoffe sind noch enthalten. Eisen, Phosphor, Magnesium und Zink sowie zahlreiche B-Vitamine, die für ein stabiles Nervenkostüm sowie gesunde Haare und Nägel sorgen, kommen in Getreide vor. Außerdem zeichnen sich Vollkornprodukte durch reichlich Ballaststoffe aus, die Verstopfung und Darmkrankheiten vorbeugen und sich günstig auf den Cholesterinspiegel auswirken. Schon 250 Gramm Vollkornbrot deckt die Hälfte des täglichen Eisenbedarfs.

Unser Tipp Schauen Sie genau auf die Bezeichnungen der Brotsorten. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Bäcker, ob es sich auch wirklich um ein Vollkornbrot handelt, dass noch alle wichtigen Mineralstoffe enthält. Wo möglich, sollten Sie Weißmehlprodukte durch Vollkornprodukte ersetzen. Und: Experimentieren Sie doch einfach mal mit Gerste, Hirse oder Grünkern oder einem Müsli aus Getreideflocken am Morgen. Das bringt Abwechslung in die Küche.

 

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