Joghurt

Joghurt
 

 

Herkunft
Joghurt ist ein vergorenes Milchprodukt, das entsteht, wenn Milch mit bestimmten Säurebakterien versetzt wird. Das Wort Joghurt leitet sich vom türkischen yoghurmak ab, das „verdicken“ bedeutet. Obwohl er Jahrhunderte lang auf dem Balkan, in Osteuropa, der Türkei und Asien eines der wichtigsten Nahrungsmittel war, konnte er sich im restlichen Europa erst in den zwanziger Jahren durchsetzen. Wirklich populär wurde er, als er industriell hergestellt und mit Früchten und anderen Zusätzen angereichert wurde. Noch heute ist der europäische Joghurtverbrauch drei- bis fünfmal höher als in den Vereinigten Staaten. Jeder Deutsche isst durchschnittlich 15 Kilogramm Yoghurt jährlich. Zur selben Gruppe gehören auch Dickmilch, Kefir und Kumys, wobei andere Bakterienstämme und auch Hefepilze eine Rolle spielen.
Verwendung
Joghurt wird entweder naturbelassen oder mit Früchten, Zucker, Nüssen und weiteren natürlichen oder künstlichen Zusätzen aromatisiert. Er kann aber auch die Milch im Frühstücksmüsli ersetzen. Joghurt bildet die Grundlage für viele warme und besonders kalte Suppen und wird in Soßen zu gegrilltem Fleisch gereicht. Er ist ein guter Ersatz für die fettigere saure Sahne und schmeckt in Salatsoßen und Mayonnaisen. Aus der Küche vieler Länder ist Joghurt nicht wegzudenken. In Indien reicht man Lassi als köstliches Erfrischungsgetränk, in Griechenland ist Sahnejoghurt die Grundlage für Tzatziki.
Zubereitung, Aufbewahrung
Joghurt wird industriell aus Kuhmilch, aber auch aus Ziegen-, Schafs- oder Sojamilch hergestellt. Die Milch wird zunächst auf 85 °C erhitzt, danach auf 44 bis 46 °C abgekühlt und mit verschiedenen Bakterienkulturen versetzt. Diese wandeln den in der Milch vorhandenen Milchzucker (Laktose) in Milchsäure um, wodurch die Milch gerinnt und sich die Milcheiweiße verändern. Joghurt hält sich gekühlt recht lange und kann häufig auch nach Ablauf des Verfallsdatums noch bedenkenlos verwendet werden.
Inhaltsstoffe
Der Nährwert von ungesüßtem Naturjoghurt entspricht etwa dem der Milch. Wie diese enthält er wertvolles, jedoch leichter verdauliches Eiweiß, das dreimal schneller resorbiert wird, vor allem aber Calcium, Phosphor, Kalium, Vitamin A und Vitamine der B-Gruppe. Die im Joghurt enthaltenen Milchsäurebakterien sollen den Cholesterinspiegel senken sowie Krebs vorbeugen. Joghurt ist deshalb so gesund, weil diese Bakterien das Verdauungssystem unterstützen und die Darmflora schützen. Der sehr hohe Anteil an Calcium ist vor allem wichtig für die Entwicklung gesunder Zähne und den Knochenaufbau und beugt damit der Osteoporose vor. Außerdem wird Joghurt auch zur äußerlichen Anwendung zur Heilung von Schleimhautentzündungen verwendet.

Unser Tipp Wenn man auf gesunde Ernährung achtet, sollte man anstatt zu fettigen Sahnejoghurts zu Vollmilchjoghurts mit einem Fettanteil nicht über 3,8 % Fett greifen. Und: Probieren Sie doch mal einen milden naturbelassenen Joghurt und fügen Sie die Zutaten bei, die Sie selbst am liebsten haben, z.B. einen Löffel Honig und frische Erdbeeren. Auf diese Weise vermeidet man unnötige Zuckerbeigaben und holt sich noch eine Extraportion Vitamine.

 

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