Gesunde Lebensmittel

Karotten
 

 

Herkunft
Die Möhre oder Karotte ist ein Wurzelgemüse, das ursprünglich im Mittleren Osten und Zentralasien beheimatet war. Die ersten Möhren waren dunkelviolett bis fast schwarz und ziemlich holzig. Erst im 19. Jahrhundert gelang französischen Landwirten die Zucht von orangegelben Möhren, so wie wir sie heute kennen. Je kräftiger die Farbe, desto größter ist der Anteil des Pflanzenfarbstoffs Beta-Karotin, dem eine Anti-Krebs-Wirkung zugeschrieben wird.
Verwendung
Karotten sind ein wahrlich universelles Gemüse. Von der Vorspeise bis zum Dessert finden die zwischen 5 und 90 Zentimeter langen Wurzeln Verwendung.

Ihr großer Vorteil liegt darin, dass man sie gleichermaßen roh wie gegart essen kann. Roh eignen sie sich hervorragend zu einem Dipp oder im Salat. Gegart sind sie eine vorzügliche Beilage zu Fleischgerichten. Als Bestandteil von Suppen und Eintöpfen sind Möhren beliebt. Und wer schon mal eine leckere Möhrentorte gekostet hat, weiß sie auch als Dessert zu schätzen.
Zubereitung, Aufbewahrung
Möhren kocht man, man serviert sie gedämpft oder sautiert. Damit Geschmack sowie Nährstoffe weitgehend erhalten bleiben, sollten sie so kurz wie möglich gegart werden. Bei Möhren wie auch anderen Gemüsen ist der Zustand „bissfest“ ein Qualitätsmerkmal geworden.

Wenn man Möhren kauft, erkennt man an einem kräftigen und saftigen Grün, dass sie frisch geerntet sind. Dies sollte man allerdings umgehend entfernen, damit die Möhren nicht zu viel Flüssigkeit verlieren. An einem dunklen, kühlen Ort mit einer hohen Luftfeuchtigkeit halten sich Karotten bis zu zwei Wochen.
Inhaltsstoffe
Aufgrund ihres relativ hohen Kohlenhydratanteils und des daraus resultierenden leicht süßlichen Geschmacks sind Karotten die erste Nahrung, die Säuglingen nach der Muttermilch angeboten wird. Möhren sind außerdem reich an Vitamin A und Kalium. Außerdem enthalten sie Vitamin C, B1 und B6, Folsäure und Magnesium, die wichtig für den Mineralstoffhaushalt sind.

Das Vitamin A beispielsweise spielt eine wichtige Rolle bei der Nachtsehfähigkeit und schützt das Zellgewebe innerer Organe, aber auch Haare, Haut und Nägel. Die außerdem enthaltenen Vitamine der B-Gruppe und das Vitamin C helfen bei der Regeneration der Haut, des Blutes und der Nervenzellen und sind verantwortlich für die Aufnahme des Mineralstoffs Eisen. In großen Mengen genossen, kann sich die Haut durch den Farbstoff Beta-Carotin gelblich färben.

Unser Tipp Rohe Möhren sind besonders reich an Vitamin A und Kalium. Da Vitamin A fettlöslich ist, d.h. erst in der Verbindung mit Fett vom Körper aufgenommen werden kann, sollte man Karotten immer mit einem Tropfen Öl bestreichen oder mit Butter versehen. Ideal ist auch eine Kombination, die in Russland sehr beliebt und äußerst schmackhaft ist. Roh geraspelte Möhren werden mit Zitronensaft abgeschmeckt und mit Nüssen, Mandeln und Rosinen gemischt und dann mit flüssiger Sahne bzw. Schmand serviert.

 

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