| |
|
 |
|
|
|
Die Kartoffel ist das knollenartig verdickte Stielende einer Pflanze, die ursprünglich aus Südamerika stammt und dort bereits vor über 4.000 Jahren kultiviert wurde. Im 16. Jahrhundert gelangte sie durch die spanischen Eroberer nach Europa. Sie erwies sich als resistente, anpassungsfähige Pflanze und preiswerte Alternative zum Grundnahrungsmittel Getreide bzw. Brot. Allerdings mussten die Bauern in Deutschland erst per königlichem Dekret Friedrichs des Großen davon überzeugt werden. Seitdem hat die Kartoffel mit ihren etwa 3.000 verschiedenen Sorten einen echten Siegeszug angetreten und gehört unbestritten zu den Grundnahrungsmitteln in Europa. So verzehrt jeder Deutsche pro Jahr durchschnittlich 75 Kilogramm der leckeren Erdknollen.
|
|
|
Die Kartoffel ist eine wahre Königin unter den Nahrungsmitteln. Salzkartoffeln, Bratkartoffeln, Kartoffelpuffer und –klöße, aber auch Kartoffelsalat, Rösti, Pommes frites und Püree erfreuen sich als Beilage großer Beliebtheit. Kartoffelchips sind eine schmackhafte Knabberei. Und außerdem sind die stärkehaltigen Knollen die Grundlage für die Alkohol- bzw. Wodkaherstellung. Kartoffelstärke wird ebenso zum Andicken und Binden von Suppen, Soßen und Süßspeisen verwendet.
|
|
|
Kartoffeln kann man kochen, dämpfen, pürieren oder im Ofen backen. Festkochende empfehlen sich für Kartoffelsalat und Bratkartoffeln, mehlig kochende für Suppen und Püree.
Wenn man Kartoffeln erst ins kochende Wasser gibt und nach dem Garen salzt, bleiben wertvolle Vitamine besser erhalten. Außerdem sollte man geschälte Kartoffeln nicht lange im Wasser liegen lassen, weil sie sonst auslaugen und Vitamine entzogen werden. Kartoffeln lagert man am besten luftig, kühl und trocken bei Temperaturen nicht über 8 °C. Allerdings sollte man Kartoffeln nicht zu lange aufheben. Auch hier gilt: je frischer, desto besser. Denn der Erdapfel verliert nach 3 Monaten bereits ca. 35 Prozent seines Vitamingehaltes.
|
|
|
Kartoffeln bestehen zu 80 Prozent aus Wasser und enthalten zahlreiche Ballaststoffe, die für unsere Verdauung wichtig sind. Deshalb sind sie, entgegen alter Vorurteile, keine Dickmacher, sondern bekömmliche und praktische Sattmacher, die fast kein Fett enthalten, dafür aber besonders leicht verdauliche Kohlenhydrate. Kartoffeln enthalten wertvolle pflanzliche Eiweiße, die Grundlage für eine ausgewogeneErnährung sind. Kalium, Vitamin C, B6 sowie Magnesium, Folsäure und Eisen sind wichtige Spurenelemente, die in Kartoffeln vorkommen und für alle Stoffwechselprozesse notwendig sind.
|
Am besten mal Kartoffeln mit Schale probieren. Junge Kartoffeln gut waschen und danach mit Kümmel, Rosmarin, Oregano und Salz einfach eine gute halbe Stunde im Ofen backen. So bleiben die meisten Vitamine und Spurenelemente erhalten. Dazu Quark oder Rührei gereicht, kombiniert die pflanzlichen Eiweiße der Kartoffel optimal mit den tierischen und erschließt so eiweißbildende essentielle Aminosäuren.
|
|
|