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Knoblauch ist eine einjährige Zwiebelpflanze, die zur botanischen Familie der Liliengewächse gehört. Bis zu sechzehn Zehen bilden eine Knolle. Ursprünglich war er in Zentralasien beheimatet und wird seit über 5.000 Jahren kultiviert. Beim Bau der ägyptischen Pyramiden gab man den Sklaven eine tägliche Ration Knoblauch, um ihre Kraft und Ausdauer zu stärken. Die Soldaten im alten Griechenland erhielten ihn, bevor sie in die Schlacht zogen. Durch die Kreuzzüge fand der Knoblauch Verbreitung in ganz Europa, wo man ihn nicht nur als Würzmittel, sondern bald auch als Medizin bei einer Reihe von Erkrankungen einsetzte. Heute sind die Haupterzeugerländer China, Südkorea, Indien und Spanien sowie die süd- und osteuropäischen Länder.
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Knoblauch dient vor allem zur Verfeinerung von Salatsaucen, Suppen, Fleisch, Eintopfgerichten und Marinaden. Gehackt, zerdrückt oder zum Spicken gibt er Gerichten ein kräftig-würziges Aroma. Wenn man nur einen Hauch Knoblauch wünscht, genügt es häufig, nur die Schüssel mit einer aufgeschnittenen Knoblauchzehe einzureiben.
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Knoblauch entfaltet sein Aroma erst, wenn er geschält und klein geschnitten, zerdrückt oder gehackt ist. Damit das Aroma erhalten bleibt, sollte man ihn erst am Ende des Kochens zugeben. Beim Anbraten darf er nicht braun werden, da er sonst bitter wird und sein Aroma verliert. Bevorzugt man eine milde Knoblauchnote, so gart man Knoblauch einfach ungeschält und im Ganzen. Im Kühlschrank aufbewahrt, hält er sich ca. 6 Monate.
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Knoblauch ist berühmt für seine Heilkraft und galt lange Zeit als Allheilmittel. Er ist ein ausgezeichneter Selenlieferant, ein Spurenelement, das bei der Knochenbildung und der Umsetzung von Fett, Eiweiß und Kohlenhydraten eine wichtige Rolle spielt. Ebenso enthält Knoblauch Zink, Phosphor und Calcium sowie verschiedene B-Vitamine. In früherer Zeit wusste man seine entkrampfende und antiseptische Wirkung zu schätzen, die das ätherische Öl des Knoblauchs entfaltet. Deshalb wurde er häufig bei Verdauungs- und Magenbeschwerden sowie bei Koliken verordnet.
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Geschmacklich am intensivsten ist natürlich frischer Knoblauch, den viele wegen seines unangenehmen Geruches ablehnen. Einige frische Petersilien- oder Minzeblätter nach dem Essen gekaut, mindern diese Begleiterscheinung. Wer ihn wegen seiner medizinischen Wirkung schätzt, kann aber auch auf hochdosierte Präparate zurückgreifen.
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