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Vermutlich stammt die einjährige Gemüsepflanze aus Persien. Sie gelangte durch die Mauren zunächst nach Spanien und verbreitete sich von dort aus in alle europäischen Länder. Als Katharina von Medici im Jahre 1533 ihre Heimatstadt Florenz verließ, um den König von Frankreich zu heiraten, befanden sich in ihrem Gefolge auch einige italienische Köche, die es verstanden, ihr Lieblingsgemüse auf verschiedenste Weise zuzubereiten. Seither werden Gerichte, die auf einem Spinatbett serviert werden, gewöhnlich als „Florentiner Art“ bezeichnet.
Spinat gedeiht am besten in gemäßigten Klimazonen. Haupterzeugerländer sind die USA, die Niederlande und die skandinavischen Länder. Die Blätter werden geerntet, solange sie jung und zart sind und bevor die Pflanze zu blühen beginnt.
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Die jungen und zarten Blätter des Spinat eignen sich roh hervorragend als Salat. Üblicherweise ist er eine Beilage zu Geflügel, Fisch und Kalbfleisch oder wird für Füllungen und Soufflés verwendet. Klassisch kombiniert man Spinat mit Sahne, die seine Säure ausgleicht und mit Eiern. Man kann ihn auch überbacken oder gratinieren.
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Beim Kauf von Spinat sollte man darauf achten, dass die Blätter zart, geschmeidig und dunkelgrün sind. Da Spinat meistens sehr sandig ist, muss er gründlich gewaschen werden. Dies tut man erst unmittelbar vor der Zubereitung, damit er nicht matschig wird. Spinat wird nicht gekocht, sondern blanchiert, d.h. er fällt bei großer Hitze in maximal drei Minuten zusammen. Frischer Spinat hält sich mehrere Tage im Kühlschrank, gegarter verdirbt schnell, kann aber durchaus nochmals erwärmt werden.
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Spinat enthält viele Ballaststoffe und pflanzliches Eiweiß, außerdem Folsäure, die für den Nervenaufbau notwendig ist sowie Vitamin A, Kalium, Calcium, Vitamin B2 und B6, Magnesium, Phosphor, Zink und Kupfer. Damit leistet Spinat einen wichtigen Beitrag zum Mineralstoffhaushalt des Menschen.
Spinat enthält darüber hinaus auch Eisen, das eine wichtige Rolle bei der Blutbildung spielt. Als Bestandteil des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin ist es für den lebenswichtigen Sauerstofftransport von den Lungen in unseren Körper zuständig. Viele Jahrzehnte wurde Spinat für einen sehr guten Eisenlieferanten gehalten. Heute weiß man aber, dass diese Einschätzung auf einem Druckfehler in einer Lebensmitteltabelle beruhte, der immer wieder übernommen und weiterverbreitet wurde.
Eisenmangel macht sich häufig durch Müdigkeit und Erschöpfung sowie Konzentrationsstörungen bis hin zur Anämie bemerkbar. Insbesondere Schwangere und Stillende haben einen erhöhten Eisenbedarf. Um den wertvollen Eisengehalt des Spinats auch optimal aufnehmen zu können, sollte man Spinat mit Vitamin C-haltigen Nahrungsmittel (z.B. Kartoffeln) bzw. mit Fleisch- und Fischeiweiß kombinieren.
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Gerade im Falle des aufwendig zu verarbeitenden frischen Spinat kann man getrost auf handelsübliche Tiefkühlkost zurückgreifen, die das Gemüse ausgesprochen schonend verarbeitet und so garantiert, dass alle wichtigen Inhaltsstoffe erhalten sind.
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