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Die Nesselsucht wird auch als Quaddelsucht bezeichnet. Der Fachausdruck für die Nesselsucht ist "Urticaria". Sie ist eine plötzlich auftretende, stark juckende Veränderung der Haut.
Meist sind es unregelmäßige, münzgroße, weißlich erhabene Schwellungen der oberen Hautschichten, die sich teigig anfühlen und sich meist nach wenigen Stunden wieder zurückbilden. Diese sog. Quaddeln können aber auch nur linsengroß, ringförmig oder großflächig sein, gerötet oder mit geröteten Rändern, auch mit Blasenbildung. Immer besteht ein starker bis unerträglicher Juckreiz.
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Ursache ist ein in großen Mengen freiwerdendes Histamin - ein entzündungsauslösender, körpereigener Stoff der aus den sogenannten Mastzellen frei gesetzt wird.
Die Auslöser dieser Histaminfreisetzung sind sehr vielfältig und umfassen allergische und nicht allergische Reaktionen. Meist sind es Farb- oder Konservierungsstoffe in Lebensmitteln oder Arzneien. Aber auch Arzneistoffe selber, z. B. Acetylsalicylsäure (Aspirin) oder Nahrungsmittel, wie Eier bzw. Nüsse können die Freisetzung des Histamins bewirken.
Dauert die Urticaria länger als 4 bis 6 Wochen (chronische Urticaria), besteht mit 70%iger Wahrscheinlichkeit eine Unverträglichkeit gegen Nahrungsmittelzusatzstoffe, Aromen, Tartrazin oder Benzoesäure oder gegen Arzneistoffe.
Sonderformen der Urticaria können durch Druck auf die Haut, durch Wärme, Kälte oder Licht (Sonne) ausgelöst werden. Selten ist die Auslösung durch Substanzen wie Algen in Teichen oder Badeseen, wenn man in solchen Gewässern schwimmt.
Wichtig ist aber, dass man durch Eigenbeobachtung oder durch medizinische Diagnostik die auslösenden Stoffe erkennt und fortan meidet.
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