Migräne

Als Migräne wird ein in bestimmten Zeitabständen regelmäßig wiederkehrender starker Kopfschmerz, der meist als pochend oder stechend empfunden wird, bezeichnet.

Migräne ist eine häufige Erkrankung; nach Schätzungen sind in Deutschland ca. 32 Prozent der Frauen und 22 Prozent der Männer betroffen, wobei die Migräne im zunehmenden Alter in beiden Gruppen wenig häufig auftritt. Die komplexe neurologische Erkrankung wurde in den vergangenen Jahren „jünger“: immer mehr Kinder leiden schon unter Migräne.

Die Ursachen für das quälende Gewitter im Kopf sind noch nicht vollständig erforscht - genetische Veranlagung und Umwelt können gleichermaßen Einfluss besitzen.
Das "Migränegehirn" besitzt einen höheren Grad an Aufmerksamkeit, bestimmte Reize wahrzunehmen. In vielen Situationen können Migräneveranlagte daher aber auch besondere Leistungen erzielen.


Bei etwa zehn Prozent der von Migräne Betroffenen gehen den Schmerzattacken ein Flimmern oder helle Lichtblitze vor den Augen bis hin zu Sensibilitätsstörungen, Lähmungserscheinungen und Schwindel voraus, die so genannte Aura. Diese Aura kann bis zu 60 Minuten anhalten.

 

Schmerzlokalisation und Charakteristik
 

Der anfallsartig auftretende Schmerz lässt sich als pochend, pulsierend oder hämmernd beschreiben. Oft beginnt der Schmerz im Nacken und konzentriert sich dann meist auf eine Seite des Kopfes, kann aber durchaus auch die Seite wechseln.

Unbehandelt kann der Schmerz zwischen 4 und 72 Stunden andauern. Er ist von mittlerer bis hoher Intensität und nimmt bei körperlicher Aktivität zu, so dass Arbeiten oder ein geregelter Tagesablauf nicht mehr möglich sind.

Schon bei kleinsten Anstrengungen, wie sich bücken oder Treppen hochsteigen, scheint der Kopf zu explodieren. Häufig wird die Migräne von Übelkeit und heftigem Erbrechen begleitet. Viele Patienten reagieren empfindlich auf Lärm, Licht und Gerüche.

 

Mögliche Auslöser für Migräneattacken (Triggerfaktoren)
 

Es gibt eine Vielzahl von Reizen – so genannte Triggerfaktoren –, die eine Migräne auslösen können. Welche Faktoren in welcher Kombination dafür in Frage kommen, ist individuell verschieden. Anders gesagt: Was bei einer Person keine Auswirkungen hat, kann bei einer anderen zu einer schweren Migräneattacke führen.

 

Stress (Hektik, Zeit- und Leistungsdruck, Mobbing, Angst, Streit)
Änderung des Schlaf-Wach-Rhythmus (zu viel oder zu wenig Schlaf)
Alkoholika oder bestimmte Nahrungsmittel (Rotwein, Bier, Kaffee, Käse, Schokolade, Nüsse, Weizen, Schweinefleisch, Zitrusfrüchte, Tomaten, asiatisches Essen: „China-Syndrom“)
Wetter (Föhneinbruch, extreme Wetterlagen, Schwüle)
Veränderungen im Hormonhaushalt (Eisprung, Menstruation, Antibabypille)
Urlaubsbeginn oder Wochenendbeginn (Stress fällt plötzlich ab)
Reisen und Jetlag bei längeren Flügen
Verqualmte oder überheizte Räume
Unregelmäßige Mahlzeiten oder eine Diät
Helles oder flackerndes Licht
Lärm und starke Gerüche

Wichtig: Versuchen Sie, Ihre persönlichen Auslöser zu erkennen, um diese dann gezielt vermeiden zu können. Hierzu hilft Ihnen das Führen eines Kopfschmerz-Tagebuchs.

 

Behandlung
 

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