Was ist Schlaf?

Der Schlaf ist ein regelmäßig wiederkehrender Erholungszustand, bei dem die physiologischen Vorgänge wie Kreislauf, Atmung und Puls verlangsamt sind und der Organismus schwächer auf äußere Reize reagiert.

Der Schlaf ist also nicht, wie manchmal behauptet wird, der kleine Bruder des Todes. Aus dem Schlaf ist man jederzeit erweckbar, aus der Narkose nicht.

 

Alle Körperfunktionen und somit auch der Schlaf unterliegen einem Rhythmus. Taktgeber des Schlafes ist das Tageslicht. In der Dunkelheit werden körpereigene Hormone ausgeschüttet, die dem Körper signalisieren, dass es Zeit zum Schlafen ist.

 

Was passiert im Schlaf?

Während des Schlafes durchläuft der Körper mehrere Schlafstadien in festgelegter Reihenfolge. Diese unterscheiden sich in der Tiefe des Schlafes.

Beim Einschlafen gleitet der Körper zuerst in eine Leichtschlaf-Phase. Dieser schließt sich ein Stadium des mitteltiefen Schlafes an, darauf folgt eine Tiefschlafphase. Anschließend werden diese Stadien in umgekehrter Reihenfolge durchlaufen. Am Schluss dieser Schlafperiode folgt eine REM-Schlaf-Phase.

REM ist die Abkürzung für „Rapid Eye Movement“ und bedeutet „schnelle Augenbewegung". Damit wird die Schlafphase beschrieben, in der sich die Augen sehr schnell bewegen. Während der REM-Phase ist das Gehirn aktiver als im Wachzustand. In dieser Phase des Schlafes finden die meisten Träume statt, an die man sich beim Aufwachen allerdings in der Regel nicht erinnern kann.

Eine Schlafperiode dauert ungefähr 90 Minuten und wiederholt sich in der Nacht 4- bis 7-mal.

Je länger der Schlaf andauert, umso kürzer werden die Tiefschlaf-Phasen. Die REM-Phasen hingegen nehmen an Dauer zu. Ausreichender Tiefschlaf ist für die Erholung des Körpers wichtig, im REM-Schlaf werden Gedächtnisinhalte verarbeitet. Nur wenn der Schlaf-Zyklus mit seinem Wechsel von Leicht-, Tief- und REM-Phasen ungestört abläuft, kann sich der Körper optimal erholen.

Die Schlafdauer und die Schlafzyklen sind unter anderem vom Alter abhängig. So brauchen Neugeborene circa 18 Stunden Schlaf und verbringen einen Großteil davon mit Träumen. Mit zunehmendem Alter werden die REM -Phasen kürzer.

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